Lkw-Transit durch Tirol: NEOS fordern Ende des „Umwegtransits“

„Unser Ziel muss sein, jene rund 30 Prozent Lkw-Umwegtransit durch unser Land wegzubekommen, die nur deshalb durch Tirol fahren, weil diese Strecke wirtschaftlich attraktiver ist“, erklärt Obermüller. Solange die Route über den Brenner günstiger sei als kürzere Alternativen, werde sich das Problem nicht lösen lassen.
Die NEOS fordern deshalb unter anderem das Ende des Dieselprivilegs. Gleichzeitig müssten Deutschland und Italien ihre Lkw-Maut auf ein vergleichbares Niveau anheben. Tirol könne den europäischen Transitverkehr nicht dauerhaft mit immer neuen Fahrverboten alleine bewältigen, so Obermüller.
Kritik an der Rollenden Landstraße
Auch bei der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sieht die NEOS-Landessprecherin Handlungsbedarf. Die Rollende Landstraße, bei der neben der Fracht auch die schweren Zugmaschinen transportiert werden, sei langfristig keine effiziente Lösung.
„Die Zukunft gehört dem unbegleiteten kombinierten Verkehr“, sagt Obermüller. Dafür brauche es den Brennerbasistunnel sowie leistungsfähige Zulaufstrecken in Deutschland, Österreich und Italien.
Erst wenn der gesamte Korridor funktioniere, könne die Bahn ihr Potenzial vollständig ausschöpfen. Bis dahin müsse auch die zusätzliche Lärmbelastung für die Bevölkerung berücksichtigt werden, wenn immer mehr Güterzüge durch die dicht besiedelten Tiroler Täler geführt werden.






