von mmh 15.08.2026 13:17 Uhr

250-Millionen-Knall beim FC Bayern

Der FC Bayern München steht Medienberichten zufolge vor einem außergewöhnlichen Finanzdeal: Der deutsche Rekordmeister will fünf Prozent seiner AG an die Viessmann Generations Group verkaufen. Dafür soll der Verein rund 250 Millionen Euro erhalten.

Bild: APA/AFP

Beim FC Bayern München bahnt sich ein Millionen-Geschäft an. Der FC Bayern München e.V. will seine letzten verbliebenen fünf Prozent an der FC Bayern München AG an die Viessmann Generations Group veräußern. Der Verkauf soll rund 250 Millionen Euro einbringen.

Hinter dem Einstieg steht Max Viessmann, der seit dem Frühjahr dem Verwaltungsbeirat des FC Bayern e.V. angehört. Mit der geplanten Investition würde er sein Engagement beim Münchner Traditionsverein deutlich ausweiten.

Geld für die Zukunft

Das zusätzliche Kapital soll nach Angaben aus dem Vereinsumfeld vor allem die finanzielle Flexibilität des FC Bayern stärken. Ein großer Teil des Geldes ist demnach für verschiedene Bau- und Infrastrukturprojekte vorgesehen.

Unter anderem soll die Säbener Straße neu gestaltet werden. Dort ist auch die Errichtung eines weiteren Trainingsfeldes geplant. Darüber hinaus soll in den Umbau des Sportparks Unterhaching für die Frauenmannschaft investiert werden. Auch am Nachwuchs-Campus sind Anpassungen vorgesehen.

Damit soll der Verein seine langfristigen Strukturen weiter ausbauen. Trainer Vincent Kompany und Leistungsträger wie Michael Olise erhalten dadurch zugleich ein Signal, dass der FC Bayern seine Wettbewerbsfähigkeit weiter sichern will.

Viessmann bereits seit 2018 Partner

Die Zusammenarbeit zwischen Viessmann und dem FC Bayern besteht bereits seit 2018. Bei der nun geplanten Beteiligung handelt es sich allerdings nicht um den Platin-Sponsor Viessmann Climate Solutions, sondern um die Viessmann Generations Group, die Familienholding von Max Viessmann.

Die Familie hatte 2023 ihre Klimatechnik-Sparte verkauft und dadurch erhebliche finanzielle Mittel erhalten. Ein Teil davon soll nun unter anderem in Beteiligungen wie jene beim FC Bayern fließen.

Präsidium muss Deal noch absegnen

Von einem finanziellen Notverkauf kann beim FC Bayern keine Rede sein. Der geplante Anteilsverkauf wird vielmehr als strategische Entscheidung gesehen, die dem Verein langfristig zusätzlichen finanziellen Spielraum verschaffen soll.

Da die fünf Prozent beim FC Bayern München e.V. liegen, muss das Präsidium über den Verkauf entscheiden. Präsident Herbert Hainer und seine beiden Vizepräsidenten Prof. Dr. Dieter Mayer sowie Walter Mennekes sollen den entsprechenden Beschluss fassen.

Die Verhandlungen laufen derzeit noch. Der Abschluss der Transaktion wird bis zur Jahreshauptversammlung Ende November angestrebt.

Auf dem Transfermarkt dürfte das Geld zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Langfristig könnte der Deal dem FC Bayern jedoch deutlich mehr finanziellen Spielraum für größere Investitionen und mögliche Großtransfers verschaffen.

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