von ih 14.08.2026 09:26 Uhr

Lieferverkehr in Meran soll neu organisiert werden

Meran will sein Stadtzentrum weiter verkehrsberuhigen. Doch während Fußgängerzonen und neue Verkehrsregelungen für mehr Ruhe sorgen sollen, muss gleichzeitig gewährleistet bleiben, dass Geschäfte und Betriebe weiterhin zuverlässig beliefert werden.

Im Bild (v.l.): René Rinner (Gemeinde Meran), Martin Verdorfer (Gemeinde Meran), Katharaina Zeller (Bürgermeisterin Meran), Barbara Hölzl (Wirtschaftsreferentin Gemeinde Meran), Alexander Öhler (Obmann der Transporteure im lvh) und Magdalena Thaler (lvh) - Foto: lvh

Bei einem Treffen haben sich Vertreter der Stadt mit der Berufsgemeinschaft der Transporteure im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) über mögliche Lösungen ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Lieferzeiten, Ladezonen und die Frage, wie Waren künftig in die Innenstadt gelangen können.

Eine mögliche Lösung könnte ein Umschlagplatz außerhalb des Zentrums sein. Dort könnten Lieferungen gesammelt und anschließend mit kleineren Fahrzeugen in die Stadt gebracht werden. Wirtschaftsreferentin Barbara Hölzl brachte zudem eine Verlängerung der erlaubten Ausfahrtszeit um 30 Minuten ins Gespräch.

Probleme gibt es derzeit auch bei den Ladezonen. Nach Angaben der Transportbranche werden die vorgesehenen Flächen immer wieder von Privatfahrzeugen blockiert. Außerdem lassen sich die bestehenden Zeitfenster für Lieferungen nicht immer mit den Arbeitsabläufen der Betriebe vereinbaren. Die Stadt will deshalb bestehende Ladezonen überprüfen, teilweise verlegen und zusätzliche Standorte schaffen.

Küchelbergtunnel soll Situation entschärfen

Eine eigene Arbeitsgruppe soll sich mit den möglichen Änderungen beschäftigen. Gleichzeitig dürfte der Lieferverkehr in den kommenden Jahren durch zahlreiche Baustellen zusätzlich gefordert sein. Größere Bauprojekte sind unter anderem in der Laubengasse, am Kornplatz und entlang wichtiger Verkehrsachsen geplant. Die Transportbranche fordert deshalb, möglichst früh über Baustellen und deren Auswirkungen informiert zu werden.

Mit der geplanten Eröffnung des Küchelbergtunnels soll sich die Verkehrssituation zumindest teilweise entspannen. Die Stadt hat dazu bereits Verkehrssimulationen durchgeführt. Nach der Umsetzung der neuen Maßnahmen soll laufend überprüft werden, ob die Verkehrsregelungen funktionieren oder angepasst werden müssen.

Stadt und Transportbranche wollen ihren Austausch fortsetzen. Dabei sollen insbesondere Lieferzeiten, Ladezonen und Parkmöglichkeiten weiter aufeinander abgestimmt werden.

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