Jürgen Wirth Anderlan weist Nazi-Vorwürfe zurück

Kontaktverbote seien der falsche Weg
Mitte Juni waren mehrere Jugendliche beim Dorfturnier in Kaltern auf Jürgen Wirth Anderlan zugegangen und hatten um Fotos gebeten. Einige Wochen später kam es auf Wunsch der Jugendlichen zu einem persönlichen Treffen. Dabei sei es laut dem Landtagsabgeordneten um alltägliche Themen wie Schule, Ausbildung, Arbeit, das Ausgehen und die Probleme junger Menschen gegangen. Von einem „Netzwerkcharakter“ könne keine Rede sein.
Wirth Anderlan betont, grundsätzlich mit Jugendlichen unabhängig von deren politischer Ausrichtung sprechen zu wollen. Auch mit jungen Menschen aus dem linken politischen Spektrum habe er sich bereits getroffen. Kontaktverbote halte er für den falschen Weg.
Gleichzeitig räumt der Politiker ein, dass ihm Berichte über die Gruppe „Aktverein“ bekannt gewesen seien. Im Gespräch habe er den Jugendlichen deshalb ausdrücklich gesagt, dass Vandalismus, Gewalt und verbotene Symbole keine Lösung seien. Politische Anliegen könnten auch friedlich und legal zum Ausdruck gebracht werden.
Hauswände in Kaltern beschmiert
Besonders kritisch sieht Jürgen Wirth Anderlan nun die Ereignisse in Kaltern. In der Nacht auf Donnerstag wurden mehrere Hauswände mit rechtsextremen Parolen, Hakenkreuzen und Schriftzügen beschmiert, die mit dem Namen des „Aktvereins“ versehen waren. Die Gruppe habe sich laut Wirth Anderlan umgehend von den Schmierereien distanziert, den Vorfall bei der Polizei angezeigt und die Beschädigungen selbst entfernt.
Der Landtagsabgeordnete der Liste JWA äußert deshalb den Verdacht, dass die Taten bewusst inszeniert worden sein könnten, um die Jugendlichen und ihn selbst politisch unter Druck zu setzen. Er hoffe, dass die Polizei rasch klären könne, wer hinter den Schmierereien steckt.
Wirth Anderlan weist auch die Diskussion um ein angebliches „White-Power-Zeichen“ bei dem Treffen zurück. Er bezeichnet die Vorwürfe als überzogen und sieht darin einen weiteren Versuch, einen Skandal rund um das Treffen zu konstruieren.
Offene Diskussion gefordert
Abschließend fordert der Landtagsabgeordnete eine offenere Diskussion über Themen wie Migration. Jugendliche würden seiner Ansicht nach nicht durch Ausgrenzung und Vorverurteilung erreicht, sondern eher durch Gespräche und klare Worte.
Sollte es tatsächlich zu strafbaren Handlungen gekommen sein, müsse darüber letztlich ein Gericht entscheiden.
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