von lif 13.08.2026 13:49 Uhr

Hof auf Facebook gefunden: Mit 26 zum eigenen Bergbauernhof

Immer weniger Betriebe liefern Milch an die Südtiroler Genossenschaften. Doch es gibt auch Gegenbeispiele, wie das eines 26-Jährigen, der bewusst in die Milchwirtschaft eingestiegen ist.

Foto: LPA/Ressort Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus/Sabine Pitscheider

Wie das Landespresseamt mitteilt, hat die Zahl der Milch liefernden Betriebe seit 2005 kontinuierlich abgenommen. Das geht aus der neuesten Auflage des Agrar- und Forstberichts hervor. Gleichzeitig ist gerade bei jungen Menschen die Motivation für die Milchwirtschaft oft groß, denn manche steigen bewusst wieder in diesen Bereich ein.

Ein Beispiel ist Benjamin Lamprecht. Der 26-Jährige bewirtschaftet als Pächter einen Bergbauernhof in Schalders in der Gemeinde Vahrn. Der Hof liegt auf 1.400 Metern Höhe und weist rund 140 Erschwernispunkte auf. Diese ergeben sich aus der Höhenlage, der Hangneigung, der Parzellierung, der Verkehrsanbindung und der Entfernung zum nächsten Dorf. Zum Betrieb gehören ein Stall mit Milchkühen sowie eine kleine Ziegenhaltung, die Wiesen werden vollständig gemäht.

Der bisherige Besitzer wollte den Hof nicht mehr weiter bewirtschaften. Über eine Facebook-Aufrud wurde Lamprecht auf den Betrieb aufmerksam und übernahm ihn. Heute führt er ihn mit großem Engagement weiter.

Landesrat lobt das Engagement

Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher machte sich bei einem Besuch ein Bild von der Arbeit auf dem Hof. Es sei beeindruckend zu sehen, wenn junge Menschen mit so viel Motivation einen solchen Hof übernähmen, so Walcher. Zwar höre man immer wieder von der Aufgabe von Milchviehbetrieben, gleichzeitig gebe es aber auch Beispiele, die in eine andere Richtung wiesen. Das mache Mut und zeige, dass die Berglandwirtschaft auch in Zukunft Perspektiven habe. Am Besuch nahm auch Klaus Faller, Obmann des Milchhofs Brixen Brimi, teil. Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft sei ein großes Anliegen, betont Walcher.

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