Ein Handzeichen, das Leben retten kann

Gewalt sei nicht immer für Außenstehende sichtbar, betont Landesrätin Eva Pawlata. Klar sei aber, dass Gewalt keine Privatsache ist, sondern alle was angehe. Auf der Website www.gewaltfrei-tirol.at bündelt das Land daher die wichtigsten Informationen für Betroffene sowie für Menschen, die Gewalt beobachten oder vermuten.
Das internationale Hilfezeichen
Entscheidend kann im Ernstfall auch das internationale Hilfezeichen sein. Es ermöglicht Betroffenen, unauffällig um Hilfe zu bitten, und besteht aus drei einfachen Handbewegungen: Hand heben, Daumen einklappen, Finger über den Daumen schließen. Damit können Betroffene rasch und diskret signalisieren, dass sie in Gefahr sind. Wer das Zeichen wahrnimmt, sollte laut Land Zivilcourage zeigen und dies unmittelbarer bei der Polizei melden. Je nach Situation könne vorsichtig und diskret Kontakt aufgenommen und Hilfe angeboten werden.
Tipps zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
Wie können sich Mädchen und Frauen verhalten, wenn sie bei Dunkelheit allein unterwegs sind oder verfolgt werden? Und an wen kann man sich bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz wenden? Antworten darauf gibt die Broschüre „Sicherheitstipps für Frauen und Mädchen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“.
Sie wurde gemeinsam mit Fachleuten des Vereins Frauen gegen VerGEWALTigung sowie der Landespolizeidirektion Tirol erarbeitet und steht auf der Website des Landes zum Download bereit.
Hilfe gezielt finden
Auf www.gewaltfrei-tirol.at lassen sich Hilfs- und Unterstützungsangebote gezielt nach Region, Personengruppe und Thema filtern. Auch Angehörige sowie Menschen, die Gewalt beobachten, finden dort Informationen, wie sie Betroffene unterstützen können. Ergänzend bietet die Plattform rechtliche Informationen etwa zum Betretungs- und Annäherungsverbot oder zur Anzeigeerstattung.






