Kovacevic: „Klimawandel ist keine politische Panikmache“

Der landwirtschaftliche Schaden in Österreich wird mittlerweile auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt. Auch die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln könne angesichts der aktuellen Situation nicht mehr uneingeschränkt gewährleistet werden.
„Klimawandel ist bittere Realität“
Kovacevic unterstützt den Vorstoß von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für ein rasches Klimaschutzgesetz. Die aktuelle Dürre zeige aus seiner Sicht deutlich, dass der Klimawandel längst konkrete Auswirkungen habe.
„Selbst den größten Zweiflern sollte mittlerweile klar sein: Klimawandel und Erderhitzung sind keine politische Panikmache, sondern bittere Realität“, erklärt Kovacevic. Die Folgen seien direkt vor Ort spürbar, wobei die Bauern besonders stark betroffen seien.
Unterstützung für die Landwirtschaft sei selbstverständlich notwendig. Sie müsse allerdings nachhaltig wirken, fordert der SPÖ-Politiker.
Milliardenhilfen sollen Landwirtschaft krisenfester machen
Bei den angekündigten Dürrehilfen dürfe es laut Kovacevic keine „Koste es, was es wolle“-Mentalität geben. Wenn öffentliche Mittel in Milliardenhöhe notwendig würden, müsse dieses Geld gleichzeitig dafür eingesetzt werden, die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen zukünftige Krisen zu machen.
Konkret fordert Kovacevic Investitionen in Wasserrückhalt, Bodenschutz, Humusaufbau, nachhaltige Bewässerung und klimaresiliente Kulturen.
„Wer jetzt hilft, muss auch an übermorgen denken. Wir dürfen bei der nächsten Dürre nicht wieder vor denselben Problemen stehen“, so Kovacevic.
Forderung nach verbindlichen Klimazielen
Gleichzeitig brauche es aus seiner Sicht verbindliche Regeln für den Klimaschutz. Ein Klimaschutzgesetz dürfe kein reines Symbolgesetz sein, sondern müsse klare Ziele und konkrete Maßnahmen enthalten.
Kovacevic fordert, dass Österreich spätestens 2040 klimaneutral wird.
Auch Wirtschaftsvertretungen müssten ihre Haltung ändern, so der SPÖ-Politiker. Wenn Landwirtschaftsminister Totschnig davon spreche, dass alle ihre Blockaden lösen müssten, sei genau das notwendig.
Auch innerhalb der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung müsse sich die Erkenntnis durchsetzen, dass Klimaschutz laut Kovacevic „kein ideologisches Projekt“, sondern eine Überlebensfrage für die Landwirtschaft, die Regionen und das gesamte Land sei.






