Klimawandeldienst: „Juni und Juli in Westeuropa so warm wie nie“

Copernicus verweist auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es deutlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten wärmer war als der Nordosten. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit 20,49 Grad hingegen nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er mit rund 16,90 Grad, zusammen mit 2024, der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023.
Besonders hebt Copernicus die anhaltende Hitze in Westeuropa hervor: Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben, was für die Region außergewöhnlich viel sei.
Hitze und Dürre verstärken sich gegenseitig
Auch die extreme Trockenheit setzte sich fort. Wie schon im Juni war es im Juli in vielen Regionen trockener als im Durchschnitt, vor allem auf der iberischen Halbinsel sowie in Teilen Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Großbritanniens. Der Feuchtigkeitsgehalt des Bodens sei in Westeuropa deutlich niedriger gewesen als im letzten Dürre-Juli 2022. Wenn Böden austrockneten, verlören sie ihre Fähigkeit, für natürliche Abkühlung zu sorgen, erklärt Samantha Burgess von Copernicus. So könne sich die Hitze noch leichter aufbauen. Das sei ein deutliches Beispiel dafür, wie der Klimawandel Hitzeextreme verstärke.
Entsprechend niedrig waren vielerorts die Flusspegel. Besonders betroffen waren laut Copernicus die Seine, der Rhein und die Donau.
Rekordwerte auch im Meer
Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli mit durchschnittlich 20,96 Grad so hoch wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen für diesen Monat. Der bisherige Höchstwert stammte aus dem Juli 2023. Copernicus verweist dabei auf die hohen Temperaturen im äquatornahen Pazifik infolge des beginnenden Klimaphänomens El Niño, das sich in den kommenden Monaten noch verstärken dürfte.
APA/UT24






