von ih 07.08.2026 16:29 Uhr

FPÖ Tirol fordert Aufklärungskampagne gegen Zwangsehen

Nach Berichten über Zwangsverheiratungen Minderjähriger in Tirol fordert die FPÖ Tirol verstärkte Maßnahmen zum Schutz betroffener Kinder und Jugendlicher. Landesparteiobmann Markus Abwerzger spricht von einer alarmierenden Entwicklung und verlangt eine umfassende Aufklärungskampagne des Landes.

Symbolbild / KI-generiert

Minderjährige hauptsächlich betroffen

Auslöser der Forderung sind aktuelle Medienberichte, wonach Minderjährige trotz des in Österreich geltenden Eheverbots unter 18 Jahren gegen ihren Willen verheiratet werden.

Um die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen, würden Verlobungen oder religiöse Eheschließungen vorgenommen. Der Verein „Frauen aus allen Ländern“ geht laut den Berichten von einer hohen Dunkelziffer aus.

Abwerzger sieht sich durch diese Entwicklungen in der langjährigen Kritik seiner Partei bestätigt. Er spricht von einer zunehmenden Parallelgesellschaft, in der sich einzelne Personengruppen nicht an geltende Gesetze und gesellschaftliche Regeln hielten. Insbesondere wirft er der ÖVP vor, die Problematik über Jahre hinweg verharmlost zu haben.

Aufklärungsarbeit gefordert

Die Tiroler FPÖ fordert nun konkrete Maßnahmen des Landes.

Nach Ansicht Abwerzgers müsse verstärkt über die Gefahren und Mechanismen von Zwangsehen informiert werden. Aufklärungsarbeit sollte seiner Meinung nach insbesondere an Schulen sowie in Kinder- und Jugendzentren stattfinden. Gleichzeitig fordert er eine stärkere Sensibilisierung der Gesellschaft, um insbesondere minderjährige Mädchen und Frauen besser vor Zwangsehen zu schützen.

Abschließend appelliert der FPÖ-Landesparteiobmann an Politik und Gesellschaft, gemeinsam gegen Zwangsehen vorzugehen. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen müsse oberste Priorität haben, um Leid, Ausbeutung und Gewalt wirksam entgegenzutreten.

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