von ih 07.08.2026 17:35 Uhr

Forderung nach langfristigem Hitzeschutz für Bozen

Die Soziale Mitte der SVP Bozen fordert angesichts der anhaltenden Sommerhitze ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Anpassung der Stadt an den Klimawandel. Zwar begrüßt das Gremium unter Vorsitz von Stefan Stauder die bestehenden Hilfsangebote der Stadt und des Betriebs für Sozialdienste, etwa klimatisierte Aufenthaltsräume für Senioren, sieht aber langfristig deutlich größeren Handlungsbedarf.

Bild: APA/THEMENBILD

Im Mittelpunkt der Forderungen stehen ein besserer Hitzeschutz für Arbeitnehmer mit zusätzlichen Pausen und angepassten Arbeitszeiten sowie gezielte Baumpflanzungen. Dabei sollen künftig vor allem klimaresistente Baumarten mit hoher Kühlwirkung gepflanzt werden.

Darüber hinaus spricht sich die Soziale Mitte der SVP für die Begrünung von Flachdächern, die Entsiegelung versiegelter Flächen, eine bessere Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung sowie den Einsatz moderner Fernkältetechnologien aus. Besonders die stark versiegelte Bozner Industriezone müsse durch wissenschaftlich fundierte Maßnahmen gegen die Bildung von Hitzeinseln geschützt werden.

Als Vorbild nennt die SVP-Gruppe das im italienischen Rom und Florenz eingesetzte Projekt „MIRIFICUS“, das mithilfe von Satellitendaten Hitzeinseln analysiert und gezielte Maßnahmen zur Abkühlung von Städten ermöglicht. Dieses Modell solle auch als Grundlage für eine langfristige Klimaanpassungsstrategie in Bozen dienen.

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