So viel Wasser verbraucht jeder Haushalt

Wie aus Zahlen des Umweltministeriums hervorgeht, entfällt im Haushalt der größte Teil des Wassers auf die Toilettenspülung mit 25 Prozent. Über die Wasserhähne in Bad, WC und Küche fließen 27 Prozent, aufs Duschen und Baden entfallen 22 Prozent. Zum Wäschewaschen werden zehn Prozent gebraucht, im Außenbereich 14 Prozent und zum Geschirrspülen zwei Prozent. Rund 93 Prozent der Bevölkerung werden laut Ministerium durch zentrale Wasserversorgungsanlagen bedient. Etwa 600.000 Menschen erhalten ihr Trinkwasser über Hausbrunnen und Quellen. Das genutzte Leitungsnetz ist über 80.000 Kilometer lang.
Den höchsten Wasserverbrauch haben allerdings nicht die Haushalte. 70 Prozent des Wassers entfallen laut Ministerium auf Industrie und Gewerbe, nur 24 Prozent auf die Haushalte. Vier Prozent benötigt die Landwirtschaft, zwei Prozent gehen auf ausgewählte Dienstleistungen wie die Beschneiung im Winter oder die Bewässerung von Golfplätzen zurück.
Versorgung derzeit gesichert
Die Trinkwasserversorgung in Österreich sei großflächig gesichert, hieß es aus dem Umweltministerium. Anhaltende Trockenheit und Hitze könnten jedoch kleinräumig zu Engpässen und in Einzelfällen zu Notversorgungen führen. Diese Einschätzung sei auch beim Trinkwassergipfel bestätigt worden, zu dem Wasserminister Norbert Totschnig am Dienstag geladen hatte.
Herausforderungen könnten lokal und zeitlich begrenzt auftreten, etwa beim Rückgang von Quellschüttungen oder bei außergewöhnlich hohen Spitzenverbräuchen durch Gartenbewässerung, so ein Ministeriumssprecher. In solchen Fällen würden die zuständigen Wasserversorger und Gemeinden die nötigen Maßnahmen setzen.
Notfallpläne für den Ernstfall
Verankert ist das im sogenannten Trinkwassersicherungsplan, der Notfallszenarien für den Umgang mit Wasserknappheit enthält. In der ersten Stufe („Achtsamkeit“) ist der Bedarf noch gedeckt, es wird aber zum Wassersparen aufgerufen. In der zweiten Stufe („Voralarm“) kann der Bedarf im Normalbetrieb nicht mehr gedeckt werden, es gibt jedoch noch eine Ersatzwasserversorgung. In der dritten Stufe („Alarmstufe“) kann der lebensnotwendige Bedarf nur mehr durch eine Notversorgung gedeckt werden. In der letzten Stufe („Krise“) überschreiten die betroffenen Gebiete die Bundesländergrenzen, und die Bundesebene übernimmt die Koordinierung.






