1.246 Betroffene: FPÖ fordert alle Fakten zur Wohnungslosigkeit

Die Zahl lässt aufhorchen: Mit Stichtag 6. Oktober 2025 waren in Innsbruck insgesamt 1.246 volljährige Menschen von Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen. Das geht aus einer Erhebung hervor, welche die Stadt im Rahmen des europäischen Projektes „EU Homelessness Counts 2025“ durchführen ließ.
Für den Innsbrucker FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger sind die Ergebnisse nicht nur besorgniserregend. Die vorliegenden Zahlen müssten nun auch genau untersucht und vollständig offengelegt werden.
„Alle Fakten müssen auf den Tisch“
„Alle Fakten bezüglich Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Tiroler Landeshauptstadt müssen auf den Tisch“, fordert Lassenberger. Neben der Gesamtzahl der Betroffenen brauche es eine detaillierte Aufschlüsselung sämtlicher erhobener Daten.
Von besonderer Bedeutung sei laut dem FPÖ-Stadtrat die Frage, wie lange die einzelnen Personen bereits ohne gesicherten Wohnraum seien. Dadurch könne unterschieden werden, ob Menschen nur vorübergehend in eine Notlage geraten seien oder bereits seit längerer Zeit ohne eigene Unterkunft lebten.
Lassenberger fordert daher die Veröffentlichung sämtlicher Studiendetails. Nur wenn Ursachen, Dauer und Struktur der Wohnungs- und Obdachlosigkeit bekannt seien, könnten wirksame politische Maßnahmen entwickelt werden.
Maßnahmenpaket für Innsbruck gefordert
Mit der bloßen Präsentation der Zahlen dürfe es nach Ansicht der FPÖ jedoch nicht getan sein. Die Stadtregierung müsse dem Innsbrucker Gemeinderat ein konkretes Maßnahmenpaket vorlegen.
„Die linke Stadtregierung muss hier aktiv werden und ein konkretes Maßnahmenpaket dem Gemeinderat präsentieren“, erklärt Lassenberger. Bürgermeister Johannes Anzengruber dürfe sich nicht länger auf Ankündigungen beschränken. Er und seine von Lassenberger als „Caprese-Koalitionspartner“ bezeichneten Bündnispartner müssten „zum Arbeiten anfangen“.
Welche konkreten Schritte die Stadtregierung aus den Ergebnissen der Untersuchung ableiten will, ist für Lassenberger bislang nicht ausreichend erkennbar. Die FPÖ verlangt deshalb neben vollständiger Transparenz auch klare politische Konsequenzen aus der Studie.
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