Tramin: Einstimmiges Nein zur Teilung des Unterlandes

Hintergrund ist ein Vorstoß des Kammerabgeordneten Alessandro Urzì, der den Senatswahlkreis Bozen-Unterland neu zuschneiden will. Nach diesen Plänen sollen Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kaltern und Eppan zum Senatswahlkreis Meran wechseln, Aldein käme zum Kreis Brixen. Im Wahlkreis Bozen-Unterland blieben dann nur noch die teilweise italienischsprachigen Gemeinden von Salurn bis Leifers. Ziel sei es, den italienischen Parteien eine künstliche Mehrheit zu verschaffen, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit.
Der Neuzuschnitt führe zu einer ungerechtfertigten Teilung des historisch, kulturell und wirtschaftlich eng verflochtenen Raumes von Überetsch und Unterland, betonten die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit, Stefan Zelger, Peter Frank und Leo Geier. Ein ähnliches Vorgehen habe bereits 1927 unter dem Faschismus die gewachsenen politischen und territorialen Strukturen des Tales missachtet, so die Gemeinderäte. Dieser Argumentation folgten auch die Gemeinderäte der SVP.
Mit dem Beschluss fordert der Gemeinderat die italienische Regierung sowie die Südtiroler Abgeordneten und Senatoren auf, die Neuregelung zurückzunehmen. Zugleich appelliert er an den Südtiroler Landtag und die Landesregierung, sich entschlossen gegen die Teilung des Unterlandes einzusetzen. Mit dem einstimmigen Beschluss stelle der Traminer Gemeinderat klar, dass man sich nicht wehrlos auseinanderdividieren lasse, heißt es abschließend. Das Unterland bleibe unteilbar.






