von ih 31.07.2026 08:37 Uhr

Sieben Einsätze für Bergrettung in nur drei Tagen

Eine außergewöhnlich arbeitsreiche Woche liegt hinter der Bergrettung Meran. Allein zwischen Dienstag und Donnerstag mussten die Einsatzkräfte sieben Mal ausrücken. Die hochsommerlichen Temperaturen, erschöpfte Wanderer und mehrere Verletzungen forderten die Bergretter nahezu täglich.

Foto: Bergrettung Meran

Am Donnerstag gingen innerhalb einer Stunde gleich zwei Notrufe ein. Gegen 13:30 Uhr gerieten zwei Wanderer aus Dresden oberhalb des Gasthofs Durster in der Gemeinde Partschins in Schwierigkeiten. Obwohl sie den Gasthof bereits sehen konnten, wussten sie nicht mehr, welchen Weg sie genommen hatten und kamen nicht mehr weiter. Dank des telefonischen Kontakts konnte ihr Standort rasch bestimmt werden. Eine Mannschaft der Bergrettung stieg zu den erschöpften, unter der Hitze leidenden Wanderern auf, versorgte sie und begleitete sie sicher zum Einsatzfahrzeug. Anschließend wurden die beiden zur Talstation der Texelbahn gebracht, wo ihr Auto stand.

Nur eine Stunde später folgte der nächste Einsatz. Am Heini-Holzer-Klettersteig erlitt eine Klettersteiggeherin aus Bozen Atemprobleme und eine Panikattacke. Nachdem die Frau zunächst telefonisch betreut und beruhigt worden war, flog der Rettungshubschrauber Pelikan 3 einen Bergretter zur Einsatzstelle. Dieser wurde mittels Seilwinde zur Patientin abgeseilt. Anschließend wurde die Frau ausgeflogen, an einem Zwischenlandeplatz medizinisch untersucht und zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus Meran gebracht.

Für diese beiden Einsätze standen insgesamt acht Bergretter rund drei Stunden lang im Einsatz.

Bereits am Mittwoch war die Bergrettung Meran zweimal gefordert. Gegen Mittag stürzte oberhalb von St. Peter bei Dorf Tirol eine deutsche Wanderin so unglücklich, dass sie wegen starker Rückenschmerzen nicht mehr weitergehen konnte. Nach der Erstversorgung transportierten die Bergretter die Frau mit der Gebirgstrage zu einem Übergabepunkt, wo sie vom Weißen Kreuz übernommen und ins Krankenhaus Meran gebracht wurde.

Am Nachmittag verletzte sich eine weitere Wanderin auf dem Almenweg zwischen der Zetn-Alm und der Mauslochalm bei einem Sturz. Sie erlitt eine Verletzung an der rechten Hand sowie eine tiefe Schnittwunde oberhalb des Knies. Der Rettungshubschrauber Pelikan 3 brachte einen Bergretter und den Notarzt zur Unfallstelle. Nach der medizinischen Versorgung wurde die Frau ins Krankenhaus Meran geflogen. An diesem Einsatz waren drei Bergretter beteiligt.

Auch am Dienstag blieb es für die Einsatzkräfte nicht ruhig. Insgesamt rückte die Bergrettung Meran zu drei Einsätzen aus. Dazu gehörten die Bergung eines verstorbenen Bergsteigers, die Betreuung und Rückführung übermüdeter Wanderer sowie die Abklärung eines vermeintlichen Hilferufs.

Damit blickt die Bergrettung Meran auf eine äußerst einsatzreiche Woche zurück. Die Serie an Notfällen zeigt einmal mehr, wie stark die sommerliche Hitze und die hohe Zahl an Bergsportlern die Rettungskräfte derzeit fordern.

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