Wenn zwei Kompanien zeigen, was Tirol wirklich zusammenhält

Ein besonderer Ausdruck dieser Partnerschaft sind die jährlichen Märsche der beiden Kompanien. Während die Ahrntaler Schützen seit Jahrzehnten dieselbe Route von Hl. Geist im Ahrntal bis zur Streif wählen, suchen die Kameraden aus St. Johann in Tirol jedes Jahr einen neuen Weg über historische Übergänge zwischen Nord- und Südtirol.
Heuer führte sie ihre Route über die Birnlücke ins Ahrntal – einen traditionsreichen Pass, der seit Jahrhunderten Menschen und Täler miteinander verbindet. Die Märsche sind längst mehr als eine sportliche Herausforderung. Sie stehen für den Willen, die Freundschaft zwischen den beiden Kompanien Jahr für Jahr aktiv zu leben.
Am Samstag bot das Hoamatfest der Schützenkompanie St. Johann in Ahrn den passenden Rahmen für das Wiedersehen. Die Gäste aus Tirol nahmen nicht nur am Fest teil, sondern verbrachten das Wochenende gemeinsam mit ihren Südtiroler Freunden.
Den Höhepunkt bildete am Sonntag das Treffen beim Berggasthof Stalliler. In geselliger Runde standen der persönliche Austausch und das gemeinsame Beisammensein im Mittelpunkt. Ohne offizielles Programm oder feierliche Zeremonien wurde deutlich, was die langjährige Partnerschaft ausmacht: Kameradschaft, gegenseitige Wertschätzung und eine gewachsene Verbundenheit, die Generationen überdauert.
Am Nachmittag traten die Schützen aus St. Johann in Tirol schließlich den Rückweg ins Leukental an – mit vielen gemeinsamen Eindrücken und der Gewissheit, eine Freundschaft fortzuführen, die seit fast 50 Jahren Bestand hat.
Die Schützenkompanie St. Johann in Ahrn bedankte sich bei ihren Freunden aus St. Johann in Tirol für den Besuch und betonte, dass diese Begegnungen weit mehr seien als ein traditionelles Treffen. Sie seien ein lebendiges Beispiel für gelebte Tiroler Schützenkultur und die enge Verbundenheit über die Landesgrenzen hinweg.
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