von mmh 30.07.2026 12:07 Uhr

Sport bei großer Hitze: Diese Regeln sollten alle kennen

Hohe Temperaturen stellen Sportler im Sommer vor besondere Herausforderungen. Damit Bewegung auch bei großer Hitze gesund bleibt, informiert das Land Tirol über wichtige Maßnahmen für Vereine, Trainer und Freizeitsportler. Entscheidend sind vor allem die richtige Trainingszeit, ausreichendes Trinken und eine angepasste Belastung.

Symbolbild von natachagagnekinesiolog /Pixabay

Im Rahmen der Informationskampagne „Hitze und Sport“ stellt das Land Tirol die Broschüre „Gesunder Sport in Zeiten des Klimawandels“ vor. Darin finden sich Empfehlungen für Training und Wettkämpfe bei hohen Temperaturen. Zusätzlich werden Videoclips mit Tipps eines Sportmediziners verbreitet.

Sportreferent LH-Stellvertreter Philip Wohlgemuth und Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele appellieren dazu, besonders an heißen Tagen auf den eigenen Körper zu achten und sportliche Aktivitäten sorgfältig zu planen.

Training besser in die kühleren Stunden verlegen

„Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch im Sommer ausreichend Sport. Entscheidend ist, dass wir unser Verhalten an die klimatischen Bedingungen anpassen“, erklärt Wohlgemuth.

Bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann der Körper Wärme schlechter abgeben. Vor allem intensive Trainingseinheiten oder lange Belastungen können dadurch schneller zu einer Überhitzung führen.

Das Land Tirol empfiehlt deshalb, Sport möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und schattige Bereiche zu nutzen. Außerdem sollten Dauer und Intensität des Trainings an die aktuellen Wetterbedingungen angepasst werden.

Gesundheitslandesrätin Hagele weist darauf hin, dass Hitze die Belastbarkeit des Körpers verändert. „Nur wer die Auswirkungen hoher Temperaturen kennt und sein Training entsprechend anpasst, schaut auf seinen Körper“, sagt sie.

Trinken und Warnsignale ernst nehmen

Auch Sportmediziner Wolfgang Schobersberger, Direktor des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG), warnt vor den Folgen großer Hitze beim Sport.

„Sport ist auch im Sommer gesund – kann bei Hitze aber schnell zur Belastung werden“, erklärt Schobersberger. Wer bei hohen Temperaturen trainiert, müsse ausreichend trinken, die Belastung reduzieren und Warnzeichen des Körpers ernst nehmen.

Dazu zählen unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder starke Erschöpfung. Bei schweren hitzebedingten Beschwerden sollte sofort der Notruf verständigt werden.

Bereits ein Flüssigkeitsverlust von mehr als zwei Prozent des Körpergewichts kann laut Land Tirol die Konzentration, Leistungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit deutlich beeinträchtigen. Deshalb sollte bereits vor dem Training regelmäßig getrunken und die Flüssigkeitsaufnahme während längerer Belastungen fortgesetzt werden.

Einfache Maßnahmen helfen

Gesundheitsdirektorin Theresa Geley empfiehlt zudem, auch im Alltag auf ausreichenden Hitzeschutz zu achten. Dazu gehören regelmäßiges Trinken, wasserreiche Lebensmittel, das Meiden direkter Sonne sowie gezielte Abkühlung.

„Wer auf seinen Körper achtet und sein Verhalten an die Temperaturen anpasst, kann gesundheitliche Risiken reduzieren und kommt auch bei sportlichen Aktivitäten sicher durch heiße Tage“, erklärt Geley.

Neue Broschüre für Vereine

Der Leitfaden „Gesunder Sport in Zeiten des Klimawandels“ richtet sich vor allem an Sportvereine, Trainer und Funktionäre. Er enthält Empfehlungen zu Trainingsplanung, Flüssigkeitsversorgung, Ernährung, Belastungssteuerung, Warnsignalen und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hitze.

Die Broschüre ist Teil der Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie 2025–2027 „Leben mit Zukunft“ der Tiroler Landesregierung und entstand gemeinsam mit den tirol kliniken, dem Olympiazentrum Tirol und dem ISAG.

Parallel dazu veröffentlichte das Land Tirol Informationsvideos zu den Themen „Laufen bei Hitze“ und „Vereinssport bei Hitze“.

Tipps für Sport bei Hitze

  • ausreichend und regelmäßig trinken
  • leichte, wasserreiche Kost bevorzugen
  • direkte Sonne möglichst vermeiden
  • Kopf, Nacken, Hände und Füße bei Bedarf kühlen
  • bei Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwäche Training abbrechen
  • bei starken Beschwerden Erste Hilfe leisten und gegebenenfalls den Notruf wählen

„Der Gesundheit ist vor sportlichem Ehrgeiz Vorrang einzuräumen“, betonen Wohlgemuth und Hagele abschließend. Wer Warnsignale des Körpers ernst nehme, schütze sich selbst und bleibe langfristig gesund und leistungsfähig.

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