von mmh 30.07.2026 08:44 Uhr

Gewerbeflächen gesucht: Große Pläne für Merans Kasernenareal

Die begrenzte Verfügbarkeit von Gewerbeflächen beschäftigt zahlreiche Betriebe in Meran. Bei einem Treffen zwischen der Stadtgemeinde und dem lvh wurde darüber beraten, welche Möglichkeiten das ehemalige Kasernenareal und weitere Flächen bieten könnten, um den Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken.

Ein konstruktiver Austausch zwischen Walter Pöhl, Mathias Piazzi, Barbara Hölzl und Wolfgang Töchterle – (Foto: ©lvh.apa)

An dem Austausch nahmen Gemeindereferentin Barbara Hölzl, der lvh-Ortsobmann von Meran Wolfgang Töchterle, lvh-Bezirksobmann im Burggrafenamt Mathias Piazzi, lvh-Direktor Walter Pöhl sowie lvh-Koordinatorin der Berufe Zoia Reiterer teil. Im Mittelpunkt standen vor allem die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten für bestehende Unternehmen und die künftige Nutzung des ehemaligen Kasernenareals.

Bedarf an neuen Flächen steigt

Viele Handwerks- und Kleinbetriebe in Meran stehen vor der Herausforderung, ihre Standorte nicht ausreichend erweitern oder neue Betriebsflächen erwerben zu können. Um den tatsächlichen Bedarf der Unternehmen besser einschätzen zu können, führte der lvh bereits eine Erhebung unter den Betrieben durch. Die daraus gewonnenen Daten sollen nun als Grundlage für weitere Planungen dienen.

Besondere Bedeutung kommt dabei dem ehemaligen Kasernenareal zu. Nach derzeitiger Planung soll Anfang des kommenden Jahres die konkrete Entwicklungsphase starten. Bis das Gelände endgültig in das Eigentum der Gemeinde übergeht, wird jedoch noch Zeit vergehen. Für die vollständige Umsetzung wird ein Zeitraum von rund zehn Jahren erwartet.

„Das Kasernenareal bietet eine große Chance für die Zukunft Merans. Da dort keine Wohnbebauung vorgesehen ist, verfügen wir über einen erheblichen Gestaltungsspielraum, um eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Nutzung zu entwickeln. Unser Ziel ist es, das Areal zu beleben und dabei die Bedürfnisse der Stadt und ihrer Betriebe bestmöglich zu berücksichtigen“, erklärte Gemeindereferentin Barbara Hölzl.

lvh fordert bessere Entwicklungsmöglichkeiten

Der lvh sieht in der Schaffung neuer Gewerbeflächen einen wichtigen Schritt für die Zukunft der heimischen Betriebe. „Viele Unternehmen suchen nach Entwicklungsperspektiven und geeigneten Flächen für Wachstum und Investitionen. Gerade deshalb ist es wichtig, die vorhandenen Spielräume zu nutzen und zusätzliche Gewerbeflächen zu schaffen“, betonte Mathias Piazzi.

Der Bezirksobmann regte zudem an, interessierte Betriebe frühzeitig zusammenzubringen, um mögliche gemeinsame Lösungen und Synergien bei der Nutzung des Areals auszuloten.

Auch lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrich die Bedeutung aktueller Wirtschaftsdaten für die weitere Planung. Die Ergebnisse der Bedarfserhebung sollen in die zukünftigen Überlegungen einfließen. Weitere Gespräche mit der Stadtverwaltung und der Bürgermeisterin sind geplant.

„Verlässliche und aktuelle Wirtschaftsdaten sind von entscheidender Bedeutung, da sie die Grundlage für fundierte Entscheidungen und eine zielgerichtete Planung bilden. Gerade im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans müssen die Interessen der Betriebe frühzeitig berücksichtigt werden“, sagte Pöhl.

Weitere Themen: Genehmigungen und Verkehr

Neben den Gewerbeflächen wurden beim Treffen auch weitere Anliegen der Betriebe angesprochen. Dazu gehörten unter anderem lange Bearbeitungszeiten bei Genehmigungen für Baustellenzufahrten sowie die Nutzung öffentlicher Flächen für Bauarbeiten und Lieferungen. Die Gemeinde kündigte an, bestehende Regelungen zu prüfen und mögliche Verbesserungen zu untersuchen. Dabei sollen auch Lösungen aus anderen Städten wie Bozen und Brixen berücksichtigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die zukünftige Verkehrs- und Parkplatzsituation rund um die geplante Kasernengarage. Dort sind rund 600 Stellplätze vorgesehen. Gleichzeitig soll geprüft werden, wie ausreichend Halte- und Abstellmöglichkeiten für Handwerksbetriebe und Lieferdienste geschaffen werden können.

Gemeinde und lvh wollen den Austausch fortsetzen, um gemeinsam Lösungen für die langfristige Entwicklungsmöglichkeiten der Meraner Betriebe zu erarbeiten.

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