Staatsschutz: Keine Österreich-Verbindung des Attentäters

Das sagte die Chefin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Sylvia Mayer, am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“. Zuvor hatten deutsche Medien berichtet, dass der Attentäter Abdul B. in den Jahren 2023 und 2024 nach islamischem Recht mit einer Frau aus Salzburg verheiratet gewesen sei. Der 21-jährige deutsche Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln war am Samstagabend mit einem Kleintransporter in die Menschenmenge des Christopher Street Days gerast. Dabei tötete er eine 65-jährige Frau aus Polen und verletzte 29 Menschen. Beim Zugriff der Polizei am Sonntag wurde er erschossen, nachdem er die Beamten mit einer Stichwaffe bedroht haben soll.
Abdul B. hatte laut Meldung früher vergeblich versucht, sich der Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien anzuschließen. Einige Monate vor der Tat war der bereits mehrfach vorbestrafte Mann wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt worden. Zum Tatzeitpunkt befand er sich jedoch auf freiem Fuß.
Ruf nach Fußfesseln für Gefährder
Mayer fordert den Einsatz von Fußfesseln für aus der Haft entlassene Gefährder, da diese weiterhin radikalisiert seien. Damit lasse sich eine großflächigere Überwachung dieser Personen ermöglichen. Zudem könne verhindert werden, dass sie bestimmte Örtlichkeiten beträten. Derzeit sieht die DSN-Chefin nach eigenen Angaben eine niedrige dreistellige Zahl islamistischer Gefährder in Österreich.






