von lif 28.07.2026 10:57 Uhr

Kritik an Altersarmut-Hilfe: „Betroffene bleiben auf der Strecke“

Die Rentenaufstockung des Landes sollte Altersarmut bekämpfen. Für das Team K fällt die Bilanz aber ernüchternd aus, vor allem Sozialhilfeempfänger warten bis heute vergeblich auf Geld.

Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay

Mit der Aufstockung für Menschen mit niedrigem Einkommen habe die Landesregierung große Erwartungen geweckt, so das Team K. Ziel sei gewesen, Senioren mit kleinen Renten gezielt zu unterstützen. Die Realität sei jedoch enttäuschend: Wegen der strengen Kriterien hätten nur wenige Betroffene tatsächlich profitiert. Von den zahlreichen Menschen mit niedrigen Renten in Südtirol seien es 2026 nur rund 3.000 Personen gewesen.

Besonders enttäuschend ist aus Sicht der Bewegung die Lage der rund 600 Mindestrentner, die Sozialgeld beziehen. Obwohl bei der Vorstellung der Maßnahme auch für sie Lösungen angekündigt worden seien, hätten sie bis heute keinen Cent erhalten, kritisiert das Team K. Statt konkreter Ergebnisse würden die Betroffenen weiter mit laufenden Gesprächen und Verhandlungen in Rom vertröstet. Noch Ende Juli habe Soziallandesrätin Rosmarie Pamer lediglich von weiterlaufenden Verhandlungen und einer noch ausstehenden Lösung gesprochen.

Auch 2027 keine neuen Kriterien

Kritik übt das Team K zudem daran, dass die Leistung auch 2027 nach denselben Kriterien wie zuvor ausbezahlt werden soll. Zwar seien mit den Gewerkschaften neue Kriterien ausgearbeitet worden, angewandt würden diese aber nicht. Damit bleibe alles beim Alten. Maria Elisabeth Rieder vom Team K zeigt sich darüber enttäuscht. Jene Menschen, die Unterstützung am dringendsten bräuchten, blieben erneut auf der Strecke. Viele Betroffene seien durch die strengen Kriterien ausgeschlossen worden. Besonders unverständlich sei, dass ausgerechnet Sozialhilfeempfänger bis heute auf die versprochene Hilfe warten müssten.

Forderung nach rückwirkender Auszahlung

Das Team K fordert daher, dass alle berechtigten Personen die zustehenden Beträge auch rückwirkend für 2026 erhalten. Es dürfe nicht sein, dass Menschen aufgrund bürokratischer oder technischer Schwierigkeiten um eine politisch zugesagte Unterstützung gebracht würden.

Gleichzeitig appelliert Rieder an alle möglichen Anspruchsberechtigten, rechtzeitig bis Ende September die ISEE-Erklärung erstellen zu lassen. Nur so lasse sich verhindern, dass Menschen auf ihnen zustehende Leistungen verzichten müssten. Abschließend verlangt das Team K mehr Transparenz darüber, wie viele Menschen durch die geltenden Kriterien ausgeschlossen werden und wann endlich eine Lösung für die Sozialhilfeempfänger vorliegt. Die Bekämpfung von Altersarmut dürfe nicht bei Ankündigungen stehen bleiben.

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