Mit nur 18 Jahren: Osttirolerin schreibt Tennis-Geschichte in Prag

Wie Sky berichtet, sagte Tagger direkt nach dem Match im Platzinterview: „Verrückt. Ehrlich, im Moment kann ich gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe. Ich bin super happy.“ Über ihre Gegnerin meinte sie: „Es war ein unglaublicher Fight, sie hat tolles Tennis gespielt. Ich habe sie vor drei Wochen in Wimbledon gesehen und war ein bisschen nervös vor dem Match.“ Im entscheidenden Moment habe sie sich dann Punkt für Punkt konzentriert.
Erster Satz geht an Krejcikova
Tagger startete gegen die zweifache Major-Siegerin äußerst selbstbewusst und war am Aufschlag zunächst kaum zu knacken – ihre ersten drei eigenen Aufschlagspiele holte sie zu Null, zuvor hatte sie bereits zum 3:2 das erste Break des Matches gesetzt. Bei einer 5:3-Führung konnte sie den Satz jedoch nicht servieren, Krejcikova gelang das Rebreak zum 5:5, es ging in den Tiebreak. Dort setzte sich die Favoritin nach 59 Minuten mit 7:5 durch.
Rasche Antwort im zweiten Satz
Von der Enttäuschung ließ sich Tagger jedoch nicht lange bremsen. Mit entschlossener Körpersprache blieb sie an sich glauben, nutzte ein Break zum 4:2 – Krejcikova unterlief dabei bei 15:40 ein Doppelfehler – und servierte anschließend souverän zum 6:3-Satzausgleich aus.
Nervenstarker Tiebreak im dritten Satz
Auch den dritten Satz eröffnete Tagger mit einem Break, ließ sich die 2:0-Führung aber wieder abnehmen. Im fünften Spiel hatte sie bei 0:40 und in der Folge insgesamt vier Breakbälle, ehe sich die 30-jährige Krejcikova noch einmal steigerte. Danach ging es ohne weiteren Aufschlagverlust in den Tiebreak, den Tagger mit ihrem elften Ass für sich entschied. Einen Rückstand von 1:3 steckte sie dabei weg und nutzte bei 6:4 ihren ersten Matchball.
Bestätigung für aufstrebendes Talent
Die Vorjahressiegerin im Juniorinnenbewerb der French Open zeigte damit einmal mehr, dass sie im Erwachsenentennis längst angekommen ist. Ein weiter verbesserter Aufschlag und druckvolle Grundschläge sorgten über weite Strecken der Partie dafür, dass kaum ein Unterschied zur Nummer 2 des Turniers erkennbar war. Der Sieg in einem engen, phasenweise weltklassigen Match gegen die deutlich erfahrenere Krejcikova unterstreicht einmal mehr das Potenzial, das im Schützling von Francesca Schiavone steckt.






