Hundekurs in Tirol in der Kritik: FPÖ verlangt Reform

Ausgangspunkt der Kritik ist die bis zum 30. Juni 2027 geltende Anerkennung theoretischer landesrechtlicher Sachkundenachweise. Gamper bezeichnet das Tiroler Modell in einer Aussendung als „Murks sondergleichen“. Der Sachkundenachweis sei von Beginn an falsch konzipiert worden und werde über das WIFI Tirol angeboten.
Laut Gamper umfasst der theoretische Sachkundenachweis derzeit lediglich drei Online-Unterrichtseinheiten zu je 50 Minuten. Der FPÖ-Abgeordnete kritisiert den Umfang und den Inhalt des Kurses und bemängelt zudem, dass Hundebesitzer die Kosten dafür selbst tragen müssten.
FPÖ fordert Einbindung von Fachverbänden
Die Freiheitlichen verweisen auf einen bereits im November 2023 eingebrachten Landtagsantrag zum Thema Hundehaltung. Darin habe sich die FPÖ für eine bundesweit einheitliche Lösung für große und verhaltensauffällige Hunde ausgesprochen.
Nach Ansicht Gampers sollten dabei Fachorganisationen wie die Österreichische Tierärztekammer, der Österreichische Gebrauchshundesportverband (ÖGV), der Österreichische Verein für Deutsche Schäferhunde (SVÖ), der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) sowie DOGAUDIT eingebunden werden.
Zudem fordert die FPÖ klare Qualifikationskriterien für Ausbildungs- und Prüfstellen sowie aussagekräftige Wesenstests zur Überprüfung der Umweltverträglichkeit und Alltagstauglichkeit von Hunden.
Breite Diskussion gefordert
Abschließend spricht sich Gamper für eine breitere Abstimmung bei der Anerkennung von Hundetrainern aus. Es dürfe nicht ein einzelnes Institut allein darüber entscheiden, welche Hundetrainer für Sachkundekurse anerkannt werden.
Nach Ansicht der FPÖ sollten diese Entscheidungen von Fachleuten getroffen werden. Die Politik habe die Aufgabe, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, solle sich jedoch aus fachlichen Entscheidungen heraushalten.






