Anstieg bei Schwangerschaftsabbrüchen

Fast die Hälfte der Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen, war laut ASTAT zwischen 18 und 29 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der Eingriffe erfolgte medikamentös, meist ambulant und mit einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden.
Rund ein Viertel bereits zuvor betroffen
Besondere Aufmerksamkeit verdient laut Messner die Tatsache, dass rund 24 Prozent der betroffenen Frauen bereits früher einen Schwangerschaftsabbruch hatten. „Diese Zahl zeigt, wie wichtig eine umfassende Aufklärung, eine niederschwellige Beratung und ein einfacher Zugang zu wirksamen Verhütungsmitteln sind. Prävention bedeutet, Menschen in ihrer selbstbestimmten Entscheidung zu unterstützen und ungewollte Schwangerschaften möglichst zu vermeiden“, sagt Messner.
Pilotprojekt zur kostenlosen Verhütung ab September
Vor diesem Hintergrund verweist der Gesundheitslandesrat auf eine neue Maßnahme des Gesundheitsressorts: Am 1. September 2026 startet das Pilotprojekt zur kostenlosen Verhütung. Anspruch darauf haben junge Menschen bis 25 Jahre sowie besonders vulnerable Personengruppen.
Prävention als zentraler Baustein
Die aktuellen ASTAT-Daten zeigen aus Sicht des Gesundheitsressorts einmal mehr, dass Prävention, Information und Beratung zentrale Bausteine einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung bleiben, um Menschen bei wichtigen Lebensentscheidungen zu unterstützen und Gesundheit nachhaltig zu fördern.






