Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Schlüssel gegen Fachkräftemangel

Handelskammerpräsident Michl Ebner betonte, dass familienfreundliche Arbeitsbedingungen ein entscheidender Faktor seien, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an Unternehmen zu binden. Auch Margit Schwärzer verwies darauf, dass bessere Rahmenbedingungen notwendig seien, damit mehr Frauen Führungspositionen übernehmen oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.
Thomas Schatzer vom WIFO stellte aktuelle Daten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Südtirol vor. Demnach übernehmen Frauen nach wie vor den Großteil der Betreuungs- und Pflegearbeit, weshalb flexible Arbeitsmodelle und familienfreundliche Personalpolitik für Betriebe immer wichtiger werden.
Weitere Impulse kamen von Annemarie Kaser, Vorsitzende des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums, sowie von Arbeitsmarktforscherin Dana Müller aus Nürnberg. Sie verwies auf Erfahrungen aus Deutschland, wonach familienfreundliche Maßnahmen den Wiedereinstieg von Müttern erleichtern, Mitarbeiter stärker an Unternehmen binden und die Beteiligung von Vätern an der Elternzeit fördern.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am 22. Juli ein weiteres Treffen bei den Roner Brennereien in Tramin. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.






