Messner: „Ein Krankenhaus mit sieben starken Standorten“

Bei seiner #halbzeit-Pressekonferenz am 20. Juli auf Schloss Sigmundskron zog Messner eine Zwischenbilanz und verwies auf erste Verbesserungen.
Wartezeiten haben sich verbessert
Die Zahl der Terminanfragen nach Gesundheitsleistungen steigt laut Messner jährlich um rund zehn Prozent. Dennoch sei es gelungen, die Einhaltung der Wartezeiten zu verbessern.
Bei prioritären Leistungen stieg der Anteil fristgerecht erbrachter Leistungen von 78 Prozent im Jahr 2024 auf 84 Prozent im Jahr 2025. Laut den Daten vom Juni 2026 liegt der Angebotsindex derzeit bei 85 Prozent.
Auch bei aufschiebbaren Leistungen gab es eine Verbesserung von 74 auf 83 Prozent, bei programmierten Leistungen von 83 auf 89 Prozent.
Verbessert habe sich außerdem die telefonische Erreichbarkeit der Vormerkstelle. Die durchschnittliche Antwortzeit liege inzwischen bei rund 50 Sekunden und damit unter dem Zielwert von einer Minute.
Krankenhäuser sollen enger zusammenarbeiten
Unter dem Leitgedanken „Ein Krankenhaus mit sieben starken Standorten“ sollen die einzelnen Krankenhäuser künftig als Teil eines gemeinsamen Netzwerks agieren.
Fachbereiche sollen sich stärker abstimmen, Leistungen besser koordinieren und Ressourcen effizienter nutzen. Geplant sind unter anderem ein zentrales Bettenmanagement sowie eine gemeinsame Operationsplanung, um Patienten schneller versorgen zu können.
Auch der direkte Austausch zwischen Hausärzten und den Fachabteilungen soll ausgebaut werden, um Abläufe zu vereinfachen und unnötige Wege zu vermeiden.
Investitionen in Personal und Ausbildung
Messner betonte außerdem die Bedeutung motivierter Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Er verwies auf Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen und die Ausbildung.
Dazu zählen unter anderem neue Kollektivverträge, die Einführung der 36-Stunden-Woche für das Pflegepersonal, modernes Recruiting, der Ausbau der medizinischen Ausbildung in Bozen, Studienförderungen, Praktika sowie internationale Kooperationen.
Derzeit befinden sich rund 270 Fachärzte im Südtiroler Sanitätsbetrieb in Ausbildung.
„Der Trend ist insgesamt positiv, auch wenn Veränderungen Zeit brauchen“, bilanzierte Messner. Ziel bleibe es, die Gesundheitsversorgung konsequent weiterzuentwickeln und sowohl Patienten als auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen in den Mittelpunkt zu stellen.






