Passagier aus Fenster gesaugt: Ursache für Ryanair-Drama geklärt

Demnach seien weder das Alter noch der Wartungszustand der Maschine die Ursache für den Vorfall gewesen. Bei dem Flug am 10. Juli war ein Passagier teilweise aus einem zerbrochenen Kabinenfenster gesaugt worden.
Triebwerksteil zerstörte Fenster
Der Zwischenfall ereignete sich kurz nach dem Start im griechischen Thessaloniki auf dem Weg nach Memmingen. Nach bisherigen Erkenntnissen brach ein Teil des Triebwerks ab und beschädigte das Kabinenfenster. In der Folge kam es zu einem Druckverlust in der Maschine, die anschließend eine Notlandung durchführen musste.
Die zuständige US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB untersucht den Vorfall weiterhin.
„Die ersten Anzeichen deuten auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk beim Start in Thessaloniki hin, aber wir können das noch nicht definitiv sagen“, erklärte O’Leary vor Analysten.
Boeing 737 war 18 Jahre alt
Bei der betroffenen Boeing 737 handelt es sich um eine 18 Jahre alte Maschine. Laut Angaben des Ryanair-Chefs wurde das Triebwerk in den vergangenen zwei Jahren vollständig gewartet und überholt.
Sollte sich die Ursache bestätigen, könnte dies Auswirkungen auf die Haftungsfrage haben. Eine Bestätigung eines Fremdkörperschadens würde die Verantwortung von Boeing und Ryanair in diesem Fall verringern.
Ein erster Berichtsentwurf der Untersuchung soll laut O’Leary in etwa 28 Tagen vorliegen.






