Zehn Tore im kleinen Finale

Für Frankreich war es das Abschiedsspiel von Teamchef Didier Deschamps. Trotz der Tore von Kylian Mbappé (48., 66.), Bradley Barcola (54.) und Ousmane Dembélé (96.) reichte es für „Les Bleus“ aber nicht mehr. Beide Teams agierten frei von allen Zwängen und boten eine höchst unterhaltsame Partie. Sowohl Deschamps als auch England-Coach Thomas Tuchel hatten im Vergleich zum Halbfinale je sieben Startspieler getauscht. Bei England saßen unter anderem Harry Kane und Jude Bellingham zunächst auf der Bank.
England erwischte den besseren Start und lag zur Pause bereits mit 4:0 vorne. Declan Rice hatte schon nach knapp drei Minuten getroffen, es folgten Treffer von Konsa und ein Doppelpack von Bukayo Saka. Ein solches Zwischenergebnis hatte Frankreich zuletzt 1968 hinnehmen müssen.
Nach dem Seitenwechsel war es dann ein anderes Spiel: Frankreich präsentierte sich wie verwandelt und kam durch Mbappé und Barcola bis auf 3:4 heran. Endgültig entschieden wurde die Partie schließlich vom Elfmeterpunkt, den erneut Saka verwertete. Dembélé und Bellingham trafen danach noch zum 6:4-Endstand.
Für Mbappé hatte der Abend auch statistisch Bedeutung: Mit seinen beiden Toren führt er die Torschützenliste dieser WM an und zog in der ewigen WM-Bestenliste mit 22 Treffern an Lionel Messi (21) vorbei. „Ich hätte es bevorzugt, nicht Topscorer zu sein, aber dafür das Finale zu spielen“, sagte der Franzose.






