von lif 19.07.2026 11:21 Uhr

Kein Selfie mit der Kuh

Zwischen Wanderern und Weidetieren kommt es in den Bergen immer wieder zu gefährlichen Begegnungen. Das Land Tirol und die Landwirtschaftskammer appellieren deshalb an einen respektvollen Umgang mit dem Vieh.

APA/dpa

Laut dem Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit gab es 2025 österreichweit 13 Unfälle im Zusammenhang mit Weidevieh. 14 Menschen wurden dabei verletzt, eine Person starb. Allein sieben dieser Unfälle passierten in Tirol. Tirol ist das Almenland Nummer eins in Österreich, denn hier gibt es über 2.000 bewirtschaftete Almen, dazu 108.000 Rinder, 62.000 Schafe und 3.500 Pferde auf den Weideflächen. „Weidetiere sind keine Selfie-Partner und die Alm kein Streichelzoo“, lautet das Credo der Verantwortlichen.

Immer wieder werde beobachtet, dass Wandernde den Tieren für Fotos bewusst sehr nahekommen, so Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger. Dabei werde unterschätzt, dass selbst ruhige Tiere ihr Verhalten rasch ändern können. „Vor allem Mutterkühe verteidigen ihre Kälber instinktiv.“

Für ein sicheres Miteinander geben Land und Kammer einige Tipps:

  • Tiere nicht füttern und stets ausreichend Abstand halten.
  • Hunde an der kurzen Leine führen, bei einem Angriff aber sofort ableinen. Hunde werden von Kühen oft als Bedrohung wahrgenommen.
  • Markierte Wege nicht verlassen; versperrt ein Tier den Weg, mit großem Abstand ausweichen.
  • Bei Herannahen eines Tieres ruhig bleiben, direkten Blickkontakt vermeiden und den Tieren nicht den Rücken zukehren.
  • Zeigen die Tiere erste Anzeichen von Unruhe, die Weidefläche zügig verlassen.

Wichtig sei außerdem, Hinweisschilder ernst zu nehmen. Diese informieren über Weidegebiete und weisen bei Bedarf auf alternative Routen hin.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite