von lif 19.07.2026 14:22 Uhr

Vierjährige stirbt in Hotelpool: Ermittlungen laufen

Der Tod eines vierjährigen Mädchens aus Österreich in einem Hotelpool in Italien beschäftigt nun die Justiz. Die Behörden im Badeort Milano Marittima ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Bild: APA/dpa/Archiv

Die Staatsanwaltschaft ließ das Schwimmbecken des Hotels sicherstellen und untersucht den genauen Hergang. Zudem soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären.

Nach ersten Erkenntnissen hat die Familie kurz zuvor gemeinsam zu Mittag gegessen. Die Mutter ging anschließend mit den beiden älteren Schwestern aufs Zimmer, während der Vater mit der Vierjährigen im Aufenthaltsbereich blieb. Als auch er für rund zehn Minuten auf das Zimmer ging, nachdem er seine Tochter gebeten hatte, auf ihn zu warten, verließ das Kind den Bereich. Überwachungskameras zeigten laut Ermittlern, wie das Mädchen die Treppe zur Poolanlage hinuntergeht und den Zugang zum Becken erreicht. Der weitere Weg ist auf den Aufnahmen nicht zu sehen. Rund zehn Minuten später bemerkten zwei Hotelgäste einen regungslosen Körper im Wasser. Sie zogen das Kind heraus und alarmierten Hilfe. Ein anwesender Arzt begann sofort mit der Wiederbelebung, die von Rettungskräften fortgesetzt wurde. Das Mädchen starb später im Krankenhaus.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage, ob der Poolbereich ordnungsgemäß gesichert war. Das Becken war zu diesem Zeitpunkt geschlossen, ein Bademeister nicht im Dienst. Die drei Zugangstore hätten laut Vorschriften verschlossen sein müssen, waren bei der Überprüfung aber geöffnet. Unklar ist bislang, ob das Kind ins Wasser fiel oder selbst hineinstieg.

Laut italienischen Medien könnten sowohl Verantwortliche des Hotels als auch der Vater in das Verfahren einbezogen werden. Die Einleitung solcher Ermittlungen dient dabei zunächst der Aufklärung und erlaubt den Betroffenen, ihre Verteidigungsrechte wahrzunehmen.

APA/UT24 

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