von ih 14.07.2026 11:39 Uhr

Südtiroler Abrechnung mit EU und Corona-Politik

Mit scharfen Angriffen auf die Europäische Union, die Corona-Politik und die europäische Migrationspolitik hat der Südtiroler Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Straßburg für Aufsehen gesorgt. Gemeinsam mit dem FPÖ-Europaabgeordneten Gerald Hauser und dem AfD-Politiker Marc Jongen hielt der Politiker eine Rede, in der er die EU mit drastischen Worten kritisierte.

Marc Jongen (AfD), Gerald Hauser (FPÖ) und Jürgen Wirth Anderlan (Liste JWA).

EU greift in Freiheitsrechte ein

Jürgen Wirth Anderlan bezeichnete die Europäische Union unter anderem als „Schlachthof für Europas Völker“ und als „bürokratischen Wasserkopf“, der von „folgsamen Marionetten“ getragen werde.

Die derzeitige EU sei seiner Ansicht nach ein zentralistischer Machtapparat, der unter dem Vorwand von Klimaschutz, Pandemiebekämpfung und dem Kampf gegen Desinformation zunehmend in die Freiheitsrechte der Bürger eingreife. Als aktuelles Beispiel nannte er die geplante Chatkontrolle.

Einen Schwerpunkt seiner Rede bildete die Corona-Politik. Wirth Anderlan warf den politischen Entscheidungsträgern vor, trotz früher Hinweise auf die begrenzte Wirksamkeit der Impfungen und auf Schwächen der Teststrategie an weitreichenden Einschränkungen festgehalten zu haben. Er kritisierte insbesondere Lockdowns, die Suspendierung ungeimpfter Arbeitnehmer sowie Eingriffe in Grundrechte und verwies auf die seiner Ansicht nach erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahmen.

Corona-Untersuchungsausschuss in Südtirol ein Thema

Mit Blick auf inzwischen veröffentlichte Dokumente verschiedener Institutionen erklärte der Landtagsabgeordnete der Liste JWA, aus seiner Sicht seien die relevanten Fakten längst bekannt. In diesem Zusammenhang forderte er erneut strafrechtliche Konsequenzen für die politischen Verantwortlichen der Corona-Politik und formulierte dies in einer bewusst provokanten Wortwahl.

Auch den in Südtirol laufenden Corona-Untersuchungsausschuss griff Jürgen Wirth Anderlan auf. Eine bloße Entschuldigung reiche nicht aus, erklärte er. Er verlangte die Rehabilitierung suspendierter Beschäftigter, die Rückzahlung von Corona-Strafen sowie Entschädigungen für Menschen mit Impfschäden.

Kritik übte der Politiker zudem an der europäischen Migrationspolitik. Er sprach von der Überfremdung Europas und kritisierte den Bevölkerungsaustausch im großen Stil unter dem Deckmantel des Asylrechts. Diese Entwicklung habe vor allem mit der fehlenden kulturellen und identitären Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger zu tun.

Pro Meinungsfreiheit und Strafen für Corona-Verbrecher

Zum Abschluss seiner Rede sprach sich Jürgen Wirth Anderlan für den Schutz der Meinungsfreiheit, der Selbstbestimmung und der ethnischen Identität Europas aus.

Gleichzeitig erneuerte er seine Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung der Verantwortlichen der Corona-Politik und wiederholte seine Forderung nach Handschellen für die aus seiner Sicht Verantwortlichen.

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