von ih 14.07.2026 08:45 Uhr

Hornissen sind nützliche Helfer – Naturschützer werben für mehr Gelassenheit

Hornissen haben einen schlechten Ruf – zu Unrecht, wie der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und der Naturschutzbund Österreich betonen. Die heimische Europäische Hornisse sei friedlich, nützlich und ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Foto: Hanspeter Staffler

Die großen Wespenverwandten ernähren sich als erwachsene Tiere von Nektar und Pflanzensäften. Ihre Larven hingegen fressen Insekten, weshalb ein Hornissenvolk täglich bis zu 500 Gramm Schädlinge wie Fliegen, Käfer oder Wespen vertilgen kann. Dadurch tragen die Tiere dazu bei, Gärten und Felder auf natürliche Weise von Schädlingen freizuhalten.

Auch die Angst vor Hornissen sei meist unbegründet. Laut den Naturschützern greifen sie Menschen nur an, wenn sie sich unmittelbar bedroht fühlen. Wer einem Nest zu nahe kommt, werde zunächst mit Scheinangriffen gewarnt. Ein Hornissenstich sei zudem in der Regel weder schmerzhafter noch gefährlicher als ein Bienen- oder Wespenstich. Nur für Allergiker könne er problematisch werden.

Wovon abgeraten wird

Von einer eigenmächtigen Entfernung von Hornissennestern wird abgeraten. Falls ein Nest wegen einer Allergie oder der Nähe zum Wohnbereich zum Problem wird, sollte es fachgerecht und möglichst schonend umgesetzt werden.

Sorgen bereitet den Naturschützern hingegen die Ausbreitung invasiver Hornissenarten wie der Asiatischen Hornisse. Sie stellt vor allem für Wild- und Honigbienen eine erhebliche Gefahr dar und könnte langfristig auch die heimische Europäische Hornisse verdrängen.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite