von ih 14.07.2026 09:08 Uhr

Verbraucherschützer fordern freien Zugang zum Kalterer See

Der Verbraucherschutzverein Robin drängt angesichts der anhaltenden Hitzewelle erneut auf einen freien Zugang zum Kalterer See. Das Gewässer müsse als öffentliches Naturgut allen Menschen offenstehen – unabhängig davon, ob sie Eintritt bezahlen können oder wollen.

Foto: LPA/Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz

Nach Ansicht des Vereins ist der Kalterer See das am leichtesten erreichbare Badegewässer für viele Menschen im Süden Südtirols und gerade in Zeiten extremer Sommerhitze ein wichtiger Ort zur Erholung. Derzeit werde der Zugang jedoch von privaten Strandbädern und wirtschaftlichen Interessen dominiert, kritisiert Robin.

Als Vorbild nennt der Verbraucherschutzverein die italienische Region Apulien. Dort setzt der neue Regionalpräsident Antonio Decaro auf das Leitbild eines „mare democratico“ – eines „demokratischen Meeres“. Ziel ist es, frei zugängliche und kostenlos nutzbare Strandabschnitte auszubauen, damit der Zugang zum Meer nicht vom Geldbeutel abhängt.

Robin-Geschäftsführer Walther Andreaus fordert, Südtirol solle sich daran orientieren.

Der Kalterer See sei „unser Meer“ und dürfe nicht zum Privileg jener werden, die sich Eintrittspreise leisten können oder einen Platz in einem privaten Strandbad finden. Öffentliche Naturgüter müssten auch tatsächlich öffentlich nutzbar sein, so Andreaus. Ähnliche Leitlinien wünscht sich der Verein auch für andere Seen und Flüsse in Südtirol.

Der Verbraucherschutzverein appelliert an Land, Gemeinden und zuständige Behörden, den gesetzlich vorgesehenen freien Zugang zum Kalterer See endlich umzusetzen. Gerade angesichts zunehmender Hitzewellen sei der See ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Lebensqualität.

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