112-Lücke: Grüne fordern direkten Draht zur Ortspolizei

Derzeit sind über die einheitliche Notrufnummer 112 alle Blaulichtorganisationen erreichbar. Bei Bränden, Verkehrsunfällen oder anderen Notfällen alarmiert die Landesnotrufzentrale die zuständigen Einsatzkräfte und schickt sie an den richtigen Ort.
Eine Ausnahme bildet laut den Grünen die Ortspolizei. Diese ist derzeit nicht an die Landesnotrufzentrale angebunden. Bürger müssen deshalb die Telefonnummer der zuständigen Ortspolizei jener Gemeinde kennen oder diese erst ausfindig machen – auch in möglichen Notsituationen.
Neuer Gesetzesrahmen soll Änderungen ermöglichen
Die Grünen sehen im neuen Landesgesetz zur Ortspolizei die Möglichkeit, diese Situation zu verbessern und die Rolle der Ortspolizei aufzuwerten.
„Unser Vorschlag ist denkbar einfach: Die Ortspolizeidienste sollen in die Landesnotrufzentrale integriert werden. Wer die 112 wählt, soll künftig auch die Ortspolizei erreichen können“, erklärt Landtagsabgeordnete Madeleine Rohrer, Erstunterzeichnerin des Antrags.
Die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler betonen, dass Menschen in Notfällen rasch und ohne Umwege Hilfe anfordern können müssten.
Einheitlicher Notruf soll seinem Namen gerecht werden
Nach Ansicht der Grünen dürfe es in Notfällen keine komplizierten Zuständigkeiten oder zusätzlichen Weiterleitungen geben.
„Unser Ziel ist, dass der einheitliche Notruf seinem Namen tatsächlich gerecht wird – auch für die Ortspolizei“, erklären die drei Landtagsabgeordneten.






