von ih 30.06.2026 13:30 Uhr

Transhumanz soll als lebendiges Kulturerbe sichtbar bleiben

Ein Jahr nach der Eröffnung des campus transhumanza in Unser Frau in Schnals zieht der archeoParc Schnals Museumsverein eine positive Bilanz. Das Kulturzentrum widmet sich der Transhumanz, der traditionellen Wanderweidewirtschaft, die seit 2019 zum immateriellen Unesco-Kulturerbe zählt.

Auf dem Gelände des Campus transhumanza in Unser Frau in Schnals (von links): Benjamin Raffeiner, Landesrat Peter Brunner, Bürgermeister und Präsident des Museumsvereins Peter Grüner, Museumsleiterin Johanna Niederkofler, Lukas Rainer und Stefan Tappeiner. - Foto: LPA/Thomas Bodner.

Bei einem Besuch vor Ort unterstrich Landesrat Peter Brunner (SVP) die Bedeutung dieser Tradition. Ziel sei es, das immaterielle Kulturerbe stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Unesco-Anerkennung in ganz Südtirol sichtbar zu machen.

Museumsleiterin Johanna Niederkofler berichtete von ersten Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops sowie von weiteren Plänen. So sollen unter anderem ein Depot für bäuerliche Vereine, ein Stall und neue Bildungsangebote für Schulklassen entstehen.

Der archeoParc und der campus transhumanza zählen gemeinsam rund 20.000 Besucher pro Jahr. Langfristig wird ein ganzjähriger Betrieb angestrebt. Bürgermeister Peter Grüner betonte die enge Verbindung von Landwirtschaft, Kultur und Tourismus als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des Schnalstals. Ein weiterer Höhepunkt soll im Oktober der „Tag des immateriellen Kulturerbes“ mit Workshops und Veranstaltungen für die Bevölkerung sein.

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