von ih 30.06.2026 18:33 Uhr

Altersarmut: LR Pamer ruft Frauen zur Vorsorge auf

Frauen sind in Südtirol im Alter deutlich häufiger von finanziellen Schwierigkeiten betroffen als Männer. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP) appelliert deshalb an Frauen, bestehende Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer späteren Rente zu nutzen und so Altersarmut vorzubeugen.

Rosmarie Pamer

Aus einer Erhebung des Landesstatistikinstituts ASTAT geht hervor, dass derzeit rund 3700 Frauen über 67 Jahren kein eigenes Einkommen beziehen. Allerdings leben etwa 2600 von ihnen in einem Haushalt mit einem Jahreseinkommen von mehr als 13.000 Euro – meist handelt es sich um verheiratete Frauen. Die Zahlen lassen laut ASTAT daher keinen direkten Rückschluss auf tatsächliche Armut zu, da andere Einkommensquellen oder Vermögenswerte nicht berücksichtigt werden.

Um finanzielle Nachteile im Alter zu vermeiden, verweist Pamer auf verschiedene Unterstützungsangebote. So können Frauen etwa über einen Zusatzrentenfonds ihre spätere Pension aufbessern. Außerdem gibt es öffentliche Beiträge, um Rentenlücken aus Zeiten der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen zu schließen.

„Frauen müssen aktiv werden, um einer möglichen Altersarmut rechtzeitig vorzubeugen. Dafür ist es nie zu spät, denn auch für Zeiten, in denen die eigenen Eltern gepflegt werden, gibt es öffentliche Beiträge zur rentenmäßigen Absicherung“, betont Pamer.

Im vergangenen Jahr wurden über die Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) rund 2,33 Millionen Euro an 871 Personen für die rentenmäßige Absicherung von Pflegezeiten ausbezahlt. Für Erziehungszeiten flossen sogar 9,17 Millionen Euro an 4381 Begünstigte.

Nach Angaben der Landesrätin soll insbesondere die Unterstützung für Pflegezeiten in Abstimmung mit der Region künftig erhöht werden. Ein entsprechender Vorschlag wurde bereits bei der Regionalregierung eingebracht.

Anträge auf die Beiträge können über die Patronate gestellt werden. Weitere Informationen sind im Landeswebportal verfügbar.

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