Neue Daten gegen lange Wartezeiten in Südtirols Gesundheitswesen

Beim Treffen in Bozen ging es vor allem um das nationale Monitoringsystem für Wartelisten (PNLA). „Wartezeiten sind kein rein regionales Südtirol-Thema, sondern betreffen alle Regionen“, betonte Messner. Umso wichtiger seien Monitoring und aktuelle Daten, um zu erkennen, wo man gut aufgestellt sei und wo Handlungsbedarf bestehe. Vorgestellt wurde dabei ein neues Dashboard der Plattform PNLA. Es sammelt die Wartezeit-Daten aus allen Regionen Italiens und macht sie öffentlich vergleichbar. Laut den AGENAS-Vertretern sollen die Daten dabei nicht als Ranking dienen, sondern der Verbesserung der Versorgung.
Die Auswertung der Südtiroler Zahlen zeigt, dass viele Fachbereiche stabil arbeiten. In der Neurologie und der Urologie gibt es bei den Wartezeiten allerdings noch Verbesserungsbedarf. Auffällig ist zudem der Unterschied zwischen angebotenen und tatsächlich angenommenen Terminen: Immer wieder bleiben kurzfristig verfügbare Termine ungenutzt, obwohl sie helfen könnten, Wartezeiten zu verkürzen.
Ein zentrales Thema war daher das Zusammenspiel von Angebot, Information und Nutzung. Ziel sei es, vorhandene Ressourcen besser auszuschöpfen und schneller auf Engpässe zu reagieren, so Messner. Auch strukturelle Maßnahmen wurden besprochen: So sollen die Hausärzte als erste Anlaufstelle und eine gezielte Steuerung der Krankenhausleistungen dazu beitragen, die Wartezeiten nachhaltig zu senken.






