von lif 26.06.2026 17:25 Uhr

Mehr Förderung für leistbares Wohnen

Die Landesregierung will das Wohnen in Südtirol leistbarer machen. Mit zwei Beschlüssen werden die Fördergrenzen angehoben und strukturschwache Gemeinden gezielt gestärkt.

Mit dem ersten Beschluss steigen die Preisobergrenzen für förderbare Wohnungen. Für Einzelpersonen erhöht sich die Grenze für Kauf oder Bau von 490.000 auf 651.000 Euro, für Zweipersonenhaushalte von 676.000 auf 728.000 Euro. Für größere Familien bleiben die bisherigen Beträge unverändert, da sie in der Anwendung keine Probleme bereitet haben. Damit reagiert das Land auf Gemeinden mit besonders hohen Immobilienpreisen. Die neuen Grenzen gelten rückwirkend für Gesuche ab 1. Februar 2026, berichtet das LPA in einer Aussendung.  „So ermöglichen wir jungen Menschen, Singles und Paaren, also kleinen Haushalten, heute eine, auch für die Zukunft ausreichend große Wohnung zu kaufen und morgen darin zu bleiben“, erklärt Wohnbaulandesrätin Ulli Mair. Bei Familienzuwachs brauche es so keine teuren Neubauten oder Neukäufe.

Der zweite Beschluss richtet sich gezielt an strukturschwache und von Abwanderung bedrohte Gemeinden. Dazu zählen neun Gemeinden: Graun im Vinschgau, Laurein, Martell, Moos in Passeier, Mühlwald, Prettau, Proveis, St. Pankraz und Taufers im Münstertal. Dort wird der einmalige Wohnbauförderungsbeitrag um 25 Prozent erhöht; in Kombination mit anderen Förderungen sind bis zu 35 Prozent möglich. „Damit helfen wir, wo der Druck am größten ist“, so Mair. Man stärke gezielt jene Gemeinden, die mit Abwanderung kämpfen, und schaffe echte Anreize, dort zu bleiben und zu bauen.

Zusätzlich erhalten diese Gemeinden mehr Spielraum: Statt einer vollständigen Bindung neuer Wohnbauflächen für Ansässige kann der Gemeinderat künftig festlegen, dass mindestens 60 Prozent dafür vorgesehen werden. Grundlage für die Einstufung als strukturschwach ist unter anderem die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre.

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