von lif 24.06.2026 16:04 Uhr

Reinigungsdienst in Bankfilialen halbiert

Die Reinigung in den Filialen von Sparkasse und Civibank wird ab 1. Juli deutlich zurückgefahren. Zwei Gewerkschaften schlagen deshalb Alarm.

Bild von Peter Wilhelm auf Pixabay

Konkret kritisieren die Fachgewerkschaften FILCAMS/LHFD (AGB/CGIL) und Fisascat (SGBCISL), dass der Reinigungsdienst in den 57 Filialen in der Provinz Bozen stark gekürzt wird. Die wöchentlichen Arbeitsstunden sollen um 40 Prozent sinken. Das treffe vor allem das Einkommen von Familien, die ohnehin unter der Inflation litten, so die Gewerkschaften in einer Aussendung. In einer Branche, in der über Personalmangel geklagt werde, drohe ein weiteres Abwandern einer bereits erschöpften Belegschaft. „Bevor man über Arbeitskräftemangel klagt, sollte man sich fragen, was die eigentlichen Ursachen sind“, betonen die Gewerkschafter Luigi Liguori und Daniele Fassari. Viele Beschäftigte müssten auf eigene Kosten weite Wege für oft nur eine oder eine halbe Stunde Arbeit zurücklegen.

Leiden werde auch die Servicequalität: Statt fünf Mal pro Woche werde künftig nur noch drei Mal gereinigt, trotz durchgehend hoher Kundenfrequenz.

Die Sparkasse erklärte auf Nachfrage, die Reduzierung sei eine unternehmerische Entscheidung, die „auf die Optimierung der Facility-Management-Dienstleistungen abzielt“ und mit einer geringeren Nutzung der Räumlichkeiten zusammenhänge. Die beiden Gewerkschaften fordern, die Kürzung auszusetzen und umgehend Gespräche mit Auftraggeber und ausführendem Unternehmen aufzunehmen. Ziel müssten Lösungen sein, die die Arbeitsbedingungen und die berufliche Würde der Beschäftigten schützen.

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