von lif 24.06.2026 14:03 Uhr

FPÖ kritisiert Alleingang bei Brenner-Transit

Die Tiroler FPÖ erhebt scharfe Kritik in der Transitdebatte. Verkehrssprecherin Evelyn Achhorner wirft den Nachbarregionen vor, bei der Suche nach einer Verkehrslösung am Brenner an Tirol vorbeizuplanen.

Bild: APA/THEMENBILD

„Wenn Bayern, Süd- und Welschtirol eine Verkehrslösung für Tirol und den Brenner suchen, ist das offenbar wie beim Ballspielen, wenn man den Mittleren auslässt“, so Achhorner. Die Nachbarn würden mit Tirol gewissermaßen „Mittelmandl“ spielen. Den Grund dafür sieht die FPÖ bei der Landesregierung. Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) beharre auf einer höheren Maut entlang des gesamten Brennerkorridors. Diese starre Haltung habe die Nachbarn nun zum Alleingang bewogen. Das von Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) ins Spiel gebrachte Slot-System werde inzwischen nicht einmal mehr diskutiert. Aus Sicht Achhorners wurden so erneut Zeit und Geld verloren.

Die eigentliche Grundsatzfrage werde dabei ausgeblendet, kritisiert die Abgeordnete: Warum überhaupt so viele über den Brenner fahren. Ihre Antwort: weil er der niedrigste und billigste Transitpass sei. So günstig, dass sich sogar Umwege von mehreren Hundert Kilometern rechneten.

Achhorner fordert Mattle deshalb zum Handeln auf: Er müsse sofort Gespräche mit seinen Amtskollegen in Bayern und Südtirol aufnehmen. „Tirol darf in der Transitdiskussion nicht die Zügel aus der Hand geben und zum reinen Passagier werden.“

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