Zoff um Transit: SPÖ attackiert FPÖ

Vorwurf: FPÖ stellt Schutzmaßnahmen infrage
Der Tiroler SPÖ-Verkehrssprecher Christian Kovacevic wirft der FPÖ vor, im Wiener Parlament Maßnahmen gegen die Transitbelastung in Tirol infrage zu stellen. Konkret geht es um einen FP-Nationalratsabgeordneten, der laut SPÖ das reduzierte Tiroler LKW-Tempolimit und damit Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ablehne.
„Bei der Brenner-Demo war die Tiroler FPÖ vorne mit dabei und hat sich medienwirksam inszeniert. Bei den Diskussionen um den Brenner-Nordzulauf wurden etwaige Verschiebungen auch noch vollmundig kommentiert. Aber im politischen Tagesgeschäft zeigt sich einmal mehr, dass – wenn es darauf ankommt – die FPÖ eher die Interessen der ausländischen Transitlobby und der Wirtschaft vertritt und nicht jene der heimischen verkehrsgeplagten Bevölkerung“, wird Kovacevic in einer Aussendung zitiert.
SPÖ kündigt Verteidigung der Schutzmaßnahmen an
Die SPÖ kündigt an, die Tiroler Schutzmaßnahmen weiterhin „kompromisslos“ zu verteidigen. Dazu zählt insbesondere der Nacht-60er für LKW, der laut Partei vor gesundheitsschädlichem Lärm schützen soll.
Scharfe Kritik an FPÖ
Kovacevic kritisiert zudem die FPÖ scharf: „Angst vor jedem Regenbogen haben, aber krankmachender Lärm ist den Blauen scheinbar wurscht.“ Die nächtliche Lärmbelastung entlang der Transitrouten sei das Hauptproblem, nicht nur Schadstoffemissionen. Die Unterstützung der Frächterlobby zeige laut SPÖ eine „eklatante Doppelbödigkeit“ der FPÖ in Transitfragen. Am Ende scheine der Partei die Gewinnoptimierung ausländischer Frächter wichtiger zu sein als der Schutz der Tiroler Bevölkerung.
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