Risikowolf wurde geschossen

Die Tiroler Landesregierung hat die Verordnung für einen sogenannten Risikowolf am 2. Juni erlassen. Auslöser waren wiederholte Sichtungen eines Wolfs in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern im Gemeindegebiet von Schlitters, die mit Bildern und Videos dokumentiert wurden.
Eine Besonderheit: Nach den derzeit vorliegenden Informationen trug das entnommene Tier ein wissenschaftliches Senderhalsband eines Forschungsprojekts. Die zuständige Forschungseinrichtung wurde umgehend informiert, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung. Solche Halsbänder ermöglichen keine Echtzeitverfolgung, sondern dienen dem wissenschaftlichen Monitoring und übermitteln Standortdaten zeitversetzt zur Auswertung von Wanderbewegungen und Lebensraumnutzung.
Das Land Tirol ruft die Bevölkerung dazu auf, Spuren, Sichtungen oder andere Hinweise auf große Beutegreifer über das Sichtungsformular auf der Website des Landes oder direkt bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft möglichst rasch zu melden. Besonders wichtig für die fachliche Beurteilung ist Bildmaterial.






