Vinschgau: Neuer Elektrozug startet am Sonntag

Die neuen Züge bilden die Grundlage für den künftigen Ausbau des Bahnangebots in der Region. Sie bieten laut dem Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mehr Platz, höheren Komfort und moderne Technik. Entwickelt wurden sie auch für den grenzüberschreitenden Einsatz: Als sogenannte Mehrsystemfahrzeuge können sie mit verschiedenen Stromsystemen fahren und sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für eine bessere Anbindung Südtirols an Österreich und den europäischen Bahnverkehr.
„Die Inbetriebnahme des neuen Elektrozuges auf der Vinschger Bahn ist ein Meilenstein von großer Bedeutung für den Bahnverkehr in Südtirol“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Man mache damit für die Menschen im Vinschgau, für Pendler und für alle, die zuverlässig mit der Bahn unterwegs sein wollen, einen echten Schritt nach vorne. Ziel sei es, die Bahn in Südtirol Schritt für Schritt zu stärken, zu modernisieren und besser mit Europa zu verbinden.
Das können die neuen Züge
Die neuen Elektrozüge verfügen über eine Leistung von rund 3.000 Kilowatt, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern und bieten 381 Sitzplätze. Auch ein größeres Fahrradabteil ist an Bord. „Die neuen Züge bieten mehr Platz. Mit der geplanten Direktverbindung nach Bozen geht zudem ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagt Michael Prader von der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Das gilt für den Rest der Strecke
Auf dem unteren Abschnitt zwischen Meran und Laas verkehren vorerst weiterhin Dieselzüge im Stundentakt. Einzelne Verbindungen am Morgen und am Abend werden weiterhin auf der gesamten Strecke zwischen Meran und Mals angeboten. Zudem bleibt der Ersatzverkehr der Linie B250 zwischen Meran und Mals im Halbstundentakt aufrecht. Die Umstellung auf die neuen Fahrzeuge erfolgt schrittweise.






