von lif 18.06.2026 10:27 Uhr

Ladinische Schüler glänzen bei Sprachprüfung

Schüler aus den ladinischen Ortschaften haben neue Möglichkeiten, ihre Sprachprüfungen schon während der Schulzeit abzulegen. Eine eigene Prüfungswoche hat nun gezeigt, wie groß das Interesse daran ist.

Eine von der Dienststelle für die Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen in Zusammenarbeit mit den drei Schulämtern organisierte Woche der Zweisprachigkeitsprüfungen hat das wachsende Interesse der Oberschulen an diesen wichtigen Bildungsangeboten bestätigt. (Foto: LPA)

Organisiert wurde die Woche der Zweisprachigkeitsprüfungen von der Dienststelle für die Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen gemeinsam mit den drei Schulämtern. Auch die Schulen in den ladinischen Ortschaften beteiligten sich aktiv und erzielten dabei besonders ermutigende Ergebnisse. Die in Bozen abgehaltene Prüfung zeigte ein sehr gutes Vorbereitungsniveau und bestätigte damit die Wirksamkeit des eingeschlagenen Bildungswegs, berichtet das LPA. Aus Sicht des Landes ist das ein wichtiger Fortschritt bei der Förderung der Sprachkompetenzen junger Menschen in den ladinischen Tälern.

„Mehrsprachige Kompetenzen stärken“

„Die Initiative bestätigt, wie wertvoll es ist, auch den Schülerinnen und Schülern aus den ladinischen Ortschaften die Möglichkeit zu bieten, bereits während ihrer Schulzeit die Prüfungen in Zweisprachigkeit und Ladinisch abzulegen“, betont Landesrat Daniel Alfreider. Damit würden die mehrsprachigen Kompetenzen gestärkt und die Bildungswege erweitert. Er hoffe, dass das Angebot künftig auch möglichst direkt vor Ort in den ladinischen Tälern weiter ausgebaut werde. 

Der ladinische Schulamtsleiter Heinrich Videsott verweist auf die Bedeutung der Ergebnisse. Das ladinische paritätische System sei so aufgebaut, dass alle Sprachen in den Südtiroler Schulen im Alltag den gleichen Stellenwert hätten. „Diese Ergebnisse zeigen, dass das derzeitige pädagogische Modell ein erfolgreiches System ist.“

Zufrieden zeigte sich auch die Inspektorin für Mehrsprachigkeit, Claudia Rubatscher. „Während der Prüfungen konnte ich aus nächster Nähe beobachten, mit wie viel Ernsthaftigkeit und Konzentration die Schüler die Prüfung angegangen sind“, so Rubatscher. Die Jugendlichen hätten Reife, Verantwortungsbewusstsein und eine solide Vorbereitung bewiesen.

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