von mmh 18.06.2026 16:47 Uhr

Gesundheitsversorgung in Südtirol soll enger vernetzt werden

Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat am 18. Juni den Gesundheitssprengel Bozen Oberau sowie das Landeskrankenhaus Bozen besucht. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Mitarbeitenden über ihre tägliche Arbeit, aktuelle Herausforderungen und die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Südtirol.

(Foto: LPA/Angelika Schrott)

Begleitet wurde Messner unter anderem von Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs Christian Kofler, Ressortdirektor Michael Mayr, Abteilungsdirektorin Laura Schrott, Vizeabteilungsdirektor Johannes Ortler, Pflegedirektorin Marianne Siller und Verwaltungsdirektor Luca Armanaschi.

Hauskrankenpflege betreut rund 450 Menschen

Beim Besuch im Gesundheitssprengel Bozen Oberau hob Messner die Arbeit der Mitarbeitenden hervor. Der Sprengel ist auf drei Standorte verteilt und umfasst unter anderem den Hauskrankenpflegedienst, der derzeit rund 450 Menschen zu Hause betreut, darunter etwa 50 Palliativpatienten.

Die Pflegekräfte sind im Stadtgebiet überwiegend mit Elektrorädern unterwegs. Obwohl der Sprengel mit rund 38.000 Einwohnern vergleichsweise weniger Menschen als andere Stadt-Sprengel versorgt, zählt er flächenmäßig zu den größten in Bozen.

Im Austausch wurde auch das Projekt „Rosenbach“ thematisiert. Am Angela-Nikoletti-Platz in Haslach soll bis 2030 ein Neubau entstehen, in dem Gesundheits- und Sozialsprengel gemeinsam untergebracht werden. Das Projekt ist bereits geplant und finanziert.

Vernetzung der Krankenhäuser soll ausgebaut werden

Im Krankenhaus Bozen stand die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Mittelpunkt. Nach Angaben des Landesrats nimmt die Zahl der Terminanfragen jährlich um rund zehn Prozent zu. Täglich werden über die landesweite Vormerkstelle rund 4.500 Termine vergeben, zudem verzeichnet der Südtiroler Sanitätsbetrieb an einem gewöhnlichen Tag rund 860 Zugänge in den Notaufnahmen.

Messner betonte, dass diese Entwicklung nur dank des großen Engagements der Mitarbeiter bewältigt werden könne. Gleichzeitig sprach er sich für eine engere Zusammenarbeit der sieben Krankenhausstandorte in Südtirol aus. Künftig soll unter anderem ein gemeinsames Operationsmanagement die Zusammenarbeit verbessern.

Der Landesrat verwies zudem auf die laufende Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung. Gemeinschaftshäuser und Gemeinschaftskrankenhäuser sollen die Akutkrankenhäuser entlasten. Für den Raum Bozen wird ab Sommer 2026 außerdem die neue Gesundheitsrufnummer 116117 eingeführt.

Bauarbeiten am Krankenhaus schreiten voran

Messner informierte sich auch über die laufenden Bauprojekte am Krankenhaus Bozen. Beim universitären Ausbildungszentrum Claudiana entsteht derzeit ein Studentenwohnheim mit 200 Plätzen, das bis 2027 fertiggestellt werden soll.

Außerdem gehen die Umbauarbeiten am Altbau des Krankenhauses weiter. Während die Arbeiten am sogenannten „Roten Turm“ kurz vor dem Abschluss stehen, haben jene am „Blauen Turm“ bereits begonnen.

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