„Einfach machen“: Junge Wirtschaft setzt auf Mut statt Zögern

Auf dem Podium diskutierten Hubert Hofer vom NOI Techpark, IDM-Präsident Hansi Pichler, Lukas Brunner, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings, Madlen Gschwenter von der MAXIMILIAN GmbH sowie Thomas Longo von der ROTOLONGO GmbH & Co. KG. Moderiert wurde die Runde vom Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Daniel Schölzhorn, und vom Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend, Raffael Peer.
Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Bereitschaft zur Veränderung heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren zählt. Hubert Hofer betonte, Unternehmen müssten den Mut haben, bestehende Maßnahmen laufend zu hinterfragen. „Wichtig ist, Veränderungen umzusetzen, die Ergebnisse zu messen und anschließend wieder nachzujustieren“, erklärte er. Ebenso gelte es, technologische und gesellschaftliche Trends im Blick zu behalten.
Auf die Frage nach den ersten Schritten für langfristigen Erfolg verwies Hansi Pichler auf die Bedeutung der Mitarbeiter. Idealerweise sollten sie sich mit dem Unternehmen identifizieren und dessen Werte mittragen. Thomas Longo wiederum hob ein solides Zahlenverständnis als Grundlage jeder erfolgreichen Unternehmensführung hervor: „Wer seine Kennzahlen kennt und unter Kontrolle hat, kann bessere Entscheidungen treffen.“
Vom Tagesgeschäft zum strategischen Denken
Für Lukas Brunner liegt die größte Herausforderung oft schon im ersten Schritt. Viele Unternehmer seien stark im operativen Tagesgeschäft eingebunden, daher sei entscheidend, den Blick zu heben und den Weg hin zum strategischen Denken zu schaffen. Madlen Gschwenter ergänzte, dass Innovation auch bedeute, sich selbst und bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen. Ihr Appell: „Einfach machen.“ Wer neue Wege gehen wolle, dürfe sich nicht von zu großer Angst vor Fehlern bremsen lassen.
Risiko braucht ein stabiles Fundament
Ein zentrales Thema war auch die Risikobereitschaft. Für Gschwenter brauche es einen gesunden Optimismus und den Mut, Neues auszuprobieren, denn Fehler seien Teil des Lernprozesses und kein Scheitern. Brunner betonte, dass Leidenschaft und voller Einsatz entscheidend seien. Zugleich waren sich die Diskutierenden einig, dass Risikobereitschaft auf einem stabilen Fundament aufbauen müsse. „Das Fundament muss stimmen“, betonte Pichler. Hofer ergänzte, Unternehmen sollten ihre Kunden genau verstehen und deren Bedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt stellen.
Das Fazit der Runde: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch einzelne große Entscheidungen, sondern durch die Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen, Neues auszuprobieren und Chancen aktiv zu nutzen. Mut, Offenheit und strategisches Denken bleiben dabei die wichtigsten Begleiter.






