von Alexander Wurzer 12.06.2026 14:28 Uhr

Natz-Schabs: 22 Millionen Euro für Umbau des Knotenpunkts Ladestatt

Die Südtiroler Landesregierung hat die technischen Eigenschaften für den Umbau des Knotenpunkts Ladestatt an der Pustertaler Staatsstraße (SS 49) genehmigt. Das Großprojekt im Gemeindegebiet von Natz-Schabs ist mit rund 21,9 Millionen Euro veranschlagt und Teil der Landesplanung für die Jahre 2026 bis 2028.

Diese Luftaufnahme zeigt die aktuelle Kreuzung im Bereich Ladestatt bei Natz-Schabs. (Quelle: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität/Google Maps)

Der Umbau steht in direktem Zusammenhang mit dem Bau der neuen Riggertalschleife. Durch die neue Bahntrasse muss die Verkehrsführung im Bereich Ladestatt neu organisiert werden. Betroffen davon sind vor allem die Straßenverbindungen nach Aicha und in die nähere Umgebung von Natz-Schabs. Geplant ist ein neuer Verkehrsknoten mit einem Kreisverkehr, der die umliegenden Ortschaften besser anbinden und gleichzeitig den Verkehrsfluss auf der Pustertaler Staatsstraße sichern soll.

Neue Brücke, Kreisverkehr und Verbindungsarme

Laut dem Beschluss der Landesregierung sieht das Straßenbauprojekt auf der Haupttrasse Fahrstreifen mit einer Breite von 3,50 Metern und Bankette von jeweils 0,75 Metern vor. Der geplante Kreisverkehr wird einen Durchmesser von 35 Metern haben. Zudem ist der Bau einer neuen Brücke mit einer Spannweite von 30 Metern vorgesehen. Die nördlichen und südlichen Verbindungsarme werden mit einer Fahrbahnbreite von 3 Metern und Banketten von jeweils 0,50 Metern ausgeführt.

Zum Vorhaben gehören auch neue Straßenabschnitte in den Bereichen Raut im Norden und Förch im Süden sowie Anbindungen an das bestehende und geplante Radwegenetz. Für den Abschnitt Raut sind aufgrund der bestehenden Bahnlinie und einer geplanten Unterführung noch weitere Detailplanungen notwendig.

Abstimmung mit RFI notwendig

Da sich die Straßenbauarbeiten und die Maßnahmen für die neue Bahnlinie teilweise überschneiden, ist eine enge Abstimmung mit dem Schienennetzbetreiber RFI erforderlich. Eine entsprechende Vereinbarung soll dafür sorgen, dass die Bauarbeiten zeitlich koordiniert werden. Dadurch sollen die Arbeiten effizienter ablaufen und die Verkehrsbehinderungen während der Bauphase so gering wie möglich gehalten werden.

„Ziel ist es, die Entwicklung der Bahn mit einer leistungsfähigen Straßeninfrastruktur zu begleiten“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Es handle sich hier um einen strategisch wichtigen Knotenpunkt für die Mobilität im gesamten Gebiet. Für die Bürger bedeute das Projekt am Ende mehr Sicherheit, klarere Verbindungen und eine bessere Verkehrsorganisation.

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