von Alexander Wurzer 12.06.2026 14:01 Uhr

Berufserfahrung von Supplenten soll finanziell anerkannt werden

Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Grünen zum Landesgesetzentwurf 70/26 angenommen. Ziel ist es, die langjährige Berufserfahrung von befristet angestellten Lehrpersonen, den sogenannten Supplenten, wirtschaftlich aufzuwerten. Für Lehrpersonen, die seit mindestens fünf Jahren an Südtirols Schulen unterrichten, soll demnach eine spezifische Zulage geprüft beziehungsweise eingeführt werden.

Foto: Grüne Fraktion

Mit der Annahme des Antrags wird die Landesregierung aufgefordert zu prüfen, welche gesetzlichen oder verwaltungstechnischen Schritte für diese Aufwertung notwendig sind. Viele dieser Lehrkräfte sichern seit Jahren das Funktionieren des Schulsystems, ohne dass sich ihre Erfahrung angemessen im Gehalt widerspiegelt.

Ungerechte Behandlung beenden

„Seit Jahren sind die Supplenten eine tragende Säule unseres Schulsystems“, erklärt Brigitte Foppa, Erstunterzeichnerin des Beschlussantrags. Viele von ihnen würden seit zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren an den Schulen unterrichten, oft in der selben Struktur. Dennoch würden sie finanziell oft so behandelt, als sei es ihr erster Arbeitstag. Diese Situation müsse sich nun ändern.

Die Grünen-Abgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler betonen, dass Berufserfahrung unabhängig von der Vertragsart einen klaren Wert habe. Wer täglich zur Stabilität der öffentlichen Schulen beitrage, verdiene auch eine entsprechende finanzielle Anerkennung.

Forderung an die Landesregierung

Mit der Zustimmung des Landtags sieht die Grüne Fraktion ein wichtiges Gleichheitsprinzip auf den Weg gebracht, das vom Schulpersonal seit langem gefordert wird: Dienstjahre müssen auch bei befristeten Verträgen zählen.

Nun ist die Landesregierung am Zug. Die Abgeordneten erwarten, dass dieses Bekenntnis des Landtags zeitnah in konkrete Maßnahmen umgesetzt wird.

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