Tiroler Fahnen als Antwort auf Regenbogenbeflaggung

Wie die Schützen in einer Medienmitteilung erklären, stehe der Juni in Tirol seit Generationen vor allem im Zeichen des Herz-Jesu-Gelöbnisses. Dieses geht auf das Jahr 1796 zurück, als die Tiroler Landstände in einer Zeit großer Bedrohung ein Gelöbnis an das Heiligste Herz Jesu ablegten. Bis heute werde diese Tradition mit Prozessionen, Bergfeuern und dem Herz-Jesu-Sonntag gepflegt. Heuer fällt dieser auf den 14. Juni.
Mit der zusätzlichen Beflaggung des Schlosswegs wolle die Schützenkompanie ihre Verbundenheit mit Heimat, Glauben und Tradition zum Ausdruck bringen. Die Tiroler Fahne sei dabei ein Symbol für die kulturelle Identität des Landes und werde bewusst als sichtbares Zeichen eingesetzt.
Schloss Tirol mit besonderer Würde behandeln
Besondere Bedeutung messen die Schützen dem Stammschloss Tirol bei. Als historische Wiege Tirols und Ort mit hoher symbolischer Strahlkraft sollte es aus ihrer Sicht mit besonderer Würde behandelt werden. Die Kompanie spricht sich daher für eine stärkere Sichtbarkeit der Herz-Jesu-Tradition an diesem geschichtsträchtigen Ort aus.
Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass ihre Aktion nicht gegen andere Menschen oder Gruppen gerichtet sei. Vielmehr wolle man auf die eigenen Werte aufmerksam machen und die Bevölkerung dazu einladen, im Juni ebenfalls „Flagge zu zeigen“ – für Heimatverbundenheit, Glauben und die überlieferte Tiroler Tradition.
Die Aktion der Schützenkompanie dürfte die Diskussion über Tradition, Identität und die Nutzung historischer Orte für gesellschaftliche Botschaften weiter anregen






