von ih 10.06.2026 11:33 Uhr

FPÖ kritisiert Verschiebung von Bahnprojekten im Oberland

Die FPÖ übt scharfe Kritik am neuen ÖBB-Rahmenplan und wirft der Tiroler Landesregierung vor, wichtige Bahnprojekte im Tiroler Oberland zu vernachlässigen. Anlass ist die Ankündigung, dass der Brenner-Nordzulauf wie geplant bis 2039 fertiggestellt werden soll.

Gudrun Kofler - Foto: FPÖ

Die FPÖ-Landtagsabgeordnete Gudrun Kofler spricht von einem „schmutzigen Tauschhandel“ auf Kosten der Tiroler Bevölkerung. Zwar seien im neuen Rahmenplan der ÖBB bis 2032 insgesamt 2,97 Milliarden Euro für Tirol vorgesehen, doch gleichzeitig würden wichtige Regionalprojekte verschoben oder gestrichen.

Konkret kritisiert Kofler die geplante Verschiebung des Umbaus des Bahnhofs Imst-Pitztal um vier Jahre. Zudem werde die Planung für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Tiroler Oberland vorerst nicht weiterverfolgt.

Mehr Einsatz gefordert

Die FPÖ-Politikerin fordert deshalb von Landeshauptmann Anton Mattle mehr Einsatz für die betroffenen Regionen. Es dürfe nicht sein, dass der Brennerbasistunnel und dessen Zulaufstrecken vorangetrieben werden, während Projekte im Oberland und im Bezirk Imst zurückgestellt würden.

Kofler verlangt mehr Transparenz über die geplanten Verschiebungen und eine Überarbeitung des ÖBB-Rahmenplans. Die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene sei wichtig, müsse jedoch allen Tiroler Regionen zugutekommen. Die FPÖ kündigte an, sich weiterhin für Investitionen in die gesamte Tiroler Bahninfrastruktur einzusetzen.

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