von lif 08.06.2026 13:47 Uhr

McDonald’s vor Umbau: Was sich für Gäste ändern soll

McDonald’s möchte sein Geschäft weltweit umkrempeln. Mit einem neuen Wachstumsplan will der Fast-Food-Riese wieder mehr Gäste in die Filialen locken und greift dabei an gleich mehreren Stellen ein.

Bild: APA (AFP/Getty)

Fast-Food-Ketten stehen rund um den Globus unter Druck, denn Gäste geben vorsichtiger Geld aus, neue Wettbewerber drängen auf den Markt und klassische Vorteile wie „schnell und billig“ verlieren an Zugkraft. Genau darauf reagiert McDonald’s jetzt mit einer Neuaufstellung. Wie der US-Wirtschaftssender CNBC berichtet, läuft der Plan unter dem Namen „McDonald’s > Next“. Ziel des Konzerns ist es, wieder zur ersten Wahl seiner Kundschaft zu werden. Der Plan greift vom Design der Filialen bis zur Speisekarte und beim Service ein.

Burger und Getränke sollen aufgewertet werden

Vorgestellt wurde die Strategie beim weltweiten Franchise-Treffen in Las Vegas. Dort nannte das Management vier zentrale Stellschrauben: ein neues Restaurantdesign, ein überarbeitetes Angebot an Speisen und Getränken, mehr Innovation nach Kundenwünschen und einen stärkeren Fokus auf den Service.

Im Mittelpunkt steht die Speisekarte. Vor allem Hähnchenprodukte, Rindfleisch-Angebote und Getränke sollen überarbeitet und aufgewertet werden. Konzernchef Chris Kempczinski schreibt in einer Pressemitteilung, traditionelle Wettbewerber hätten ihre Menüs bereits verbessert. Gleichzeitig entstehe „eine neue Welle von Spezialisten“, die Geschmack und Qualität neu definieren. Gemeint sind damit zum Beispiel Ketten, die sich nur auf bestimmte Produkte konzentrieren.

Der Big Mac soll überall gleich schmecken

Jill McDonald, beim Konzern für das Restauranterlebnis verantwortlich, kündigte deutlich höhere Standards an. Das Menü solle so weiterentwickelt werden, dass es bei Qualität und Verlässlichkeit mithalten oder besser sein könne.

Laut CNBC betonte sie, man setze die Messlatte für das Menü höher, indem Qualität und Einheitlichkeit im großen Maßstab verbessert würden. Im Klartext solle das bedeuten, dass ein Big Mac oder ein Hähnchenprodukt künftig überall auf der Welt möglichst gleich schmecken und zugleich hochwertiger wirken soll.

Warum McDonald's umdenken muss

Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Laut dem Wirtschaftsmagazin Capital geraten etablierte Konzerne wie McDonald’s unter Druck, weil sich das Verhalten vieler Gäste verändert hat. Fünf Entwicklungen stechen dabei besonders hervor:

  • Deutlich höhere Preise: Fast Food ist teurer geworden. Der frühere Vorteil des „schnellen, günstigen Essens“ schrumpft und das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt viele Gäste nicht mehr.
  • Mehr Fokus auf Gesundheit: Viele Menschen achten stärker auf frische Zutaten und eine ausgewogene Ernährung. Stark verarbeitete, fett- und zuckerreiche Menüs passen für sie weniger in den Alltag.
  • Wachsende Fast-Casual-Konzepte: Bowl- und Sushi-Läden oder spezialisierte Burger-Bars setzen auf hochwertigere Produkte und ein angenehmes Ambiente und nehmen den Fast-Food-Ketten Gäste ab.
  • Neue Konkurrenz durch Handel und Lieferdienste: Lieferplattformen und verzehrfertige Produkte im Supermarkt machen den Weg in die Filiale oft überflüssig.
  • Veränderter Fleischkonsum: Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch, vegan oder flexitarisch und suchen gezielt Restaurants mit pflanzlicher Küche.
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