Tunnel im Vinschgau nach sieben Jahren eröffnet

Von dem Bauwerk soll die gesamte Mobilität im Vinschgau profitieren. „Die neue Umfahrung von Kastelbell ist eine wichtige Investition für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde und den gesamten Vinschgau“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Eröffnung. Gleichzeitig sei auch der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, vor allem der Bahn, ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung des Landes.
„Endlich ist dieser Termin Realität geworden“, freute sich auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Für Kastelbell, Galsaun, den gesamten Vinschgau und Südtirol sei dies ein wichtiger Schritt: „Er bringt weniger Durchzugsverkehr in den Ortszentren, mehr Sicherheit für die Menschen entlang der Straße und einen flüssigeren Verkehr für alle.“ Auch der Bürgermeister von Kastelbell-Tschars, Gustav Tappeiner, zeigte sich zufrieden: „Mit der Eröffnung der Umfahrung Kastelbell-Galsaun beginnt für unsere Gemeinde eine neue Ära.“ Durch die Verkehrsentlastung gewännen die Bürger ein Stück Ruhe, Sicherheit und Freiraum zurück. Die Umfahrung erhöhe die Lebensqualität, stärke den Wirtschaftsstandort und mache die Gemeinde besser erreichbar.
Zweitlängster Tunnel Südtirols
Die neue Infrastruktur hat eine Gesamtlänge von 3,36 Kilometern und umfasst einen 2.498 Meter langen Tunnel. Nach dem Leiferer Tunnel ist dies der zweitlängste Tunnel im Südtiroler Straßennetz.
Das Projekt umfasst außerdem vier Fluchtstollen, vier Pannenbuchten sowie zwei neue Anschlüsse an die bestehende Staatsstraße. Der östliche Anschluss ist als Kreisverkehr im Gewerbegebiet von Galsaun ausgeführt, der westliche als T-Kreuzung rund 450 Meter westlich von Schloss Kastelbell.
„Das Ziel war klar: den Verkehr aus den Dörfern herauszunehmen und die Lebensqualität zu verbessern, ohne den Blick für das Gebiet zu verlieren“, so Alfreider. Die Trasse sei so gewählt worden, dass die Auswirkungen auf Landschaft und Kulturen möglichst gering blieben.
Hoher Stellenwert für die Sicherheit
Große Aufmerksamkeit galt nach Angaben des Mobilitätsressorts der Sicherheit. Die Fluchtstollen, ursprünglich für die Evakuierung vorgesehen, wurden so angepasst, dass sie auch von kleinen Einsatzfahrzeugen befahren werden können. Der Tunnel ist mit einem modernen Lüftungssystem ausgestattet, im Bereich der Tunnelportale wurden zudem Schutzmaßnahmen gegen geologische Risiken umgesetzt.






